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„Vehement für einen Erhalt“

Nabu „grundsätzlich bereit“ zur Übernahme von Britenflächen

HAMELN. Seit Monaten protestieren Rainer Sagawe und Schäfer Christian Pardey gegen die Bebauung des ehemals britischen Ravelin Camps in der Hamelner Nordstadt. Ein Baugebiet für „gehobenes Wohnen“ soll hier nach Plänen der Stadt entstehen. Sogar den Papst baten die beiden bereits um „geistlichen Beistand“. Nun berichteten Sagawe und Pardey in einer Rundmail von einem weltlichen Unterstützer ihres Anliegens: Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des Nabu.

veröffentlicht am 01.11.2018 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 01.11.2018 um 19:50 Uhr

Auf dem Ravelin Camp im Hamelner Norden ist ein Wohngebiet vorgesehen. Foto: wfx
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Seit Monaten protestieren Rainer Sagawe und Schäfer Christian Pardey gegen die Bebauung des ehemals britischen Ravelin Camps in der Hamelner Nordstadt. Ein Baugebiet für „gehobenes Wohnen“ soll hier nach Plänen der Stadt entstehen. Sogar den Papst baten die beiden bereits um „geistlichen Beistand“. Nun berichteten Sagawe und Pardey in einer Rundmail von einem weltlichen Unterstützer ihres Anliegens: Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des Nabu, habe gegenüber der Stadt Hameln „Interesse signalisiert, das Ravelin Camp und die Konversionsflächen Upnor und Wouldham wegen der großen Schutzwürdigkeit zu erwerben“, schreiben sie. Als Käufer aufzutreten, ist aber offenbar nicht die Absicht des Nabu. In dem von Sagawe verbreiteten Brief Buschmanns an die Stadt ist lediglich von einer Übernahme die Rede.

Gegenüber der Dewezet führt Buschmann aus, der Nabu sehe durchaus „die aus Naturschutzsicht hohen Wertigkeiten der Konversionsflächen (insbesondere Ravelin Camp und Wouldham Camp)“. Deshalb setze man sich „vehement für einen Erhalt und im Falle des Wouldham Camps für eine Renaturierung als Beitrag zur Erfüllung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Hochwasserschutzes“ ein. Auch würde sich der Nabu freuen, wenn die Konversionsflächen Teil des nationalen Naturerbes würden.

Für Naturerbe-Flächen verzichtet der Bund auf eine Privatisierung. Die Gebiete werden stattdessen unentgeltlich, aber unter strengen Naturschutzauflagen an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Länder oder an von diesen benannte Naturschutzorganisationen – wie den Nabu – übertragen. Dazu zählen nicht nur ehemals militärisch genutzte Gebiete, sondern auch Flächen entlang der innerdeutschen Grenze, Treuhandflächen aus dem DDR-Volksvermögen und stillgelegte DDR-Braunkohletagebaue.

Sollte es in Hameln zu einer solchen Übertragung von Ravelin, Wouldham, vielleicht auch Upnor kommen, wäre der Nabu „grundsätzlich bereit, sich der Flächen anzunehmen und sie langfristig zu betreuen“, so Buschmann. Aber: „Das heißt, dass es hier nicht um einen Abkauf geht, sondern eine Übertragung, bei der allerdings die Modalitäten im Vorfeld geklärt und verhandelt werden müssten.“



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