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Mystischer Müll und lästiges Laub

HAMELN. Müll als Überbleibsel des Mittelalterfestes in Hameln und massenhaftes Laub auf dem Bürgersteig, um das sich der verantwortliche Anlieger nicht kümmert – zwei Themen am Dewezet-Lesertelefon.

veröffentlicht am 07.03.2018 um 18:32 Uhr

Stroh und Plastik – am Münsterkirchhof gab es gestern noch Hinterlassenschaften des Spektakels „Mystica Hamelon“. Die HMT als Veranstalter versprach auf Nachfrage, dort noch einmal durchkehren zu lassen. Foto: Dana
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Viele Tausend Menschen haben am Wochenende in Hameln mittelalterlich gefeiert – doch die Hinterlassenschaften waren dann doch eher neuzeitlich. Am Münsterkirchhof, so klagt Anwohner Hans Bredemeyer am Dewezet-Lesertelefon, liegen auch drei Tage nach „Mystica Hamelon“ noch Plastikmüll, Papierfetzen, Strohreste und anderer Unrat herum. Die Hamelner Marketing und Tourismus GmbH als Veranstalter betont, eine Endreinigung in Auftrag gegeben zu haben, es sei aber nicht auszuschließen, dass diese an einzelnen Stellen erfolgt sei, bevor alle Schausteller abgerückt waren. Die HMT kümmerte sich gestern sofort um die Beschwerde – sie hat ja schließlich ein ureigenes Interesse daran, dass sich Hameln stets von seiner besten Seite zeigt.

In der Vergangenheit war öfter kritisiert worden, dass während Hamelner Stadtfesten die Mülleimer überquellen – mit der Lösung ist Festbesucherin Yvonne Winkler aus Bodenwerder jedoch nicht zufrieden. „Es war ekelig, wie Mitarbeiter der Reinigungsfirma den eingesammelten Abfall in großen Säcken mitten durch die dichte Menschenmenge transportierten“, sagt sie. Aus ihrer Sicht wäre es für die Müllleute möglich gewesen, die Stände von der Rückseite aufzusuchen und ihre Arbeit diskreter zu verrichten.

Ralf Mario Zimmermann stört es, dass Hunde in der Stadt-Galerie zugelassen sind – obwohl dort doch auch frische Lebensmittel verkauft werden. Er möchte auch keine Hundehaare auf der angebotenen Kleidung sehen. Zudem bezweifelt er, dass die Tiere das Gedränge mögen.

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„Mit Entzücken“ hat Renate Tegtmeier-Scherfeld davon gelesen, dass in mehreren Hamelner Altstadtstraßen extrabreite Parkplätze für die Autos von Senioren, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, ausgewiesen werden sollen. „Das ist ein hehres Ansinnen“, sagt die Hamelnerin, aber sie befürchtet: „Der Schuss wird nach hinten losgehen.“ Denn sie sieht die nur unverbindlich gekennzeichneten Flächen bereits durch SUV, die bulligen Geländewagen, vollgestellt. Hier nur an die Vernunft und Solidarität zu appellieren, wie die Stadt es plant, werde nicht reichen.

Kopfschütteln hat der Vorschlag der Stadtverwaltung ausgelöst, die Hamelner Baumschutzsatzung abzuschaffen. „Wo sind die Grünen?“, fragt Ute Paeschke, die für die CDU im Stadtrat saß und dabei nach ihren Worten in der Mehrheitsgruppe sehr gut mit den Grünen zusammengearbeitet habe. „Die Grünen müssen für Grün stehen“, meint Paeschke, es sei ärgerlich, dass die Fraktion die Satzung nicht verteidige. „Jeder Baum liefert Sauerstoff“, erinnert die Hamelnerin.

Die Laubbäume in dieser Region haben aber auch die Angewohnheit, im Herbst ihre Blätter abzuwerfen. Dass sich solche Laubmassen seit Monaten – wie auch schon in früheren Jahren – auf über 100 Meter längs der Eugen-Reintjes-Schule an der Breslauer Allee auf dem Bürgersteig breitmachen, ärgert Klaus-Peter Symansky. Die Kreisverwaltung als Schulträger stehe hier in der Verantwortung, die Stadtverwaltung aber auch, meint der Ratsherr. „Als Privatperson wären wir zu Recht längst ermahnt worden.“ Das soll nach Angaben aus dem Rathaus jetzt geschehen.

Eine Gefahr durch zunehmend schräg stehende, über die Fahrbahn ragende Bäume hat Heinrich Riebe auf der Klütstraße ausgemacht. Er befürchtet, dass die Stämme kippen könnten, wenn jetzt der Boden auftaut. Ein Mitarbeiter der Stadt wird sich die Sache vor Ort anschauen.

Auf dem Kunstrasen-Sportplatz an der Süntelstraße eine Kindertagesstätte zu errichten, wie in Hameln überlegt wird, hält Anwohnerin Rosmarie Gerrit für „ungünstig“. Das Verkehrsaufkommen sei dort sehr groß, somit auch die Abgasbelastung. Besser wäre es, den Kindergarten zum Beispiel auf dem Linsingen-Gelände unterzubringen – und den Sportplatz, wenn er überhaupt wegfallen soll, für einen Nahversorger zu nutzen.

Klaus Klingenberg missfällt es, dass die Glascontainer von der Sandstraße an den Friedrich-Maurer-Weg verlagert wurden. Zwar bleibe das Areal am Friedhof nun wohl sauberer, dafür dürften sich jetzt die Anwohner am neuen Standort „am Müll erfreuen“.



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