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Feuershow als Höhepunkt des Abends / Nicht alle Geschäfte haben bis 22 Uhr mitgemacht

Mystische Nacht als Publikumsmagnet

HAMELN. Die Stadt: voll! Die Mystische Nacht auf dem Weihnachtsmarkt am Samstagabend hat die Besucher in Scharen angezogen. Bis 22 Uhr konnten sie staunen, kaufen, trinken, essen. Während der Stadtmanager hochzufrieden ist, sind es die Einzelhändler bedingt.

veröffentlicht am 02.12.2018 um 13:44 Uhr
aktualisiert am 02.12.2018 um 17:10 Uhr

Die spektakuläre Feuershow um 22 Uhr hinter der Pyramide zieht die Besucher an. Foto: EAW
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Ernst August Wolf Reporter
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Als die letzten Flammen der spektakulären Feuershow am Rande des Pferdemarktes kurz nach 22.20 Uhr erlöschen, kann Stadtmanager Dennis Andres sich freuen. „Wieder knapp an die 59 000 Besucher, fast so viele wie im Vorjahr“, stellt er fest. Riesengedränge also rund um die große Weihnachtspyramide, auf dem Pferdemarkt, in der Oster- und auch in der Bäckerstraße. Da war es schwer und auch gefährlich für die Walk Acts wie die drei Stelzenläufer aus Bielefeld, die sich einen Abend lang als „Feuervögel“ durch die Menge tasteten. „Das verliert sich leider etwas in der Menge“, sagt Andres über die Wirkung der leuchtenden Gestalten.

Das kulinarische Angebot steht trotz der Zusatzangebote im Mittelpunkt des Abends – „darauf muss man bei so einer Veranstaltung schon den Schwerpunkt setzen“, sagt Andres. Insgesamt 75 Stände Essen und Trinken, aber natürlich auch Kunstgewerbliches und Weihnachtsschmuck. Alles ist vorbildlich organisiert, und die beiden Müllwerker Azi Bero und sein Kollege Amed Akpinar verpacken überquellende Abfallbehälter gleich in blaue Säcke. Bis nach 22 Uhr schiebt sich die Besuchermenge dicht gedrängt über den Weihnachtsmarkt. Zwischen Hochzeitshaus und Marktkirche herrscht sportliches Treiben beim Eisstockschießen, und viele Gäste suchen die anheimelnde Atmosphäre verwinkelt eingerichteter Stände mit Ecken und Nischen, wärmen sich an Heizpilzen oder versammeln sich zu einem Aufwärmer mit oder ohne Umdrehung im eigens für den Weihnachtsmarkt erschaffenen kleinen Wald in der Stadt auf Hackschnitzeln.

Der 12-jährige Sören Poock bläst tapfer auf seinem Tenorhorn Weihnachtslieder und freut sich darüber, dass sich das Kästchen zu seinen Füßen langsam mit Münzen füllt. Nicht nur die beiden Unterfränkinnen Margit und Margot, die zusammen mit Bernd aus Hameln mit ihren Weihnachtsmützen die Runde machen, genießen die Zeit. Die Damengruppe der 4. Kompanie des Schützenvereins Barntrup hat ihre Männer zuhause gelassen und hat auf der Bäckerstraße hörbar viel Spaß.

Haben sichtlich Spaß an diesem Abend: Warrior Malcolm, Diane und Joseline. FOTO: EAW
  • Haben sichtlich Spaß an diesem Abend: Warrior Malcolm, Diane und Joseline. FOTO: EAW
Die „Feuervogel“-Stelzengänger aus Bielefeld haben kein leichtes Durchkommen. Foto: EAW
  • Die „Feuervogel“-Stelzengänger aus Bielefeld haben kein leichtes Durchkommen. Foto: EAW
Azi Bero und Amed Akpinar sorgen für Sauberkeit auf dem Weihnachtsmarkt. FOTO: EAW
  • Azi Bero und Amed Akpinar sorgen für Sauberkeit auf dem Weihnachtsmarkt. FOTO: EAW
Weiße Weihnacht? Zumindest beim Schneekugelverkäufer schneit’s. FOTO: EAW
  • Weiße Weihnacht? Zumindest beim Schneekugelverkäufer schneit’s. FOTO: EAW
Haben sichtlich Spaß an diesem Abend: Warrior Malcolm, Diane und Joseline. FOTO: EAW
Die „Feuervogel“-Stelzengänger aus Bielefeld haben kein leichtes Durchkommen. Foto: EAW
Azi Bero und Amed Akpinar sorgen für Sauberkeit auf dem Weihnachtsmarkt. FOTO: EAW
Weiße Weihnacht? Zumindest beim Schneekugelverkäufer schneit’s. FOTO: EAW

Etwas weiter Richtung Hochzeitshaus verleihen Warrior Malcolm aus Gambia, Diane aus England und Joseline aus der Dominikanischen Republik dem Markt am Stand der „Roundtabler 62“ internationales Flair. Der Abend gipfelt in der reich bejubelten Feuershow – die nicht immer ohne Schmerzen über die Bühne geht: „Natürlich habe ich mich auch schon mal verbrannt. Berufsrisiko“, sagt eine der beiden Feuertänzerinnen der Roland-Helms-Gruppe aus Bremen.

Während die Besucher das Angebot offensichtlich genießen, herrscht im Einzelhandel gemischte Stimmung. „Unterschiedlich“, so bewertet Holger Wellner, der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes Hameln-Pyrmont, den bis 22 Uhr verkaufsoffenen Abend. „Zufrieden waren die Geschäfte, die eigene Aktionen angeboten haben. Aber viele haben auch erst gar nicht mitgemacht. Ein kraftvolles Late-Night-Shopping war das leider nicht.“ Und trotzdem ist Dennis Andres äußerst zufrieden mit der Veranstaltung: „Ein starker Einstieg in unseren Weihnachtsmarkt.“


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