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Fünfte CD der „Pädagogian Harmonists“

Musikalische Tipps für Liebende

HAMELN. Fünf Herren, eine Dame. Längst haben sie im Hamelner Kulturbetrieb ihren Platz gefunden. Seit Anfang der 90er Jahre begeistern die „Pädagogian Harmonists“ eine stetig wachsende Zuhörerschaft. Auftritte, seit 1999 mit Pianobegleitung auf der Studiobühne des Theaters, sind abendfüllend und ausverkauft.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 16:55 Uhr

Die Pädagogian Harmonists „… und sonst gar nichts!“ Live-Mitschnitt aus dem Theater Hameln, 2016. Foto: Foto: eaw
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Der Mitschnitt des jüngsten Konzertes ist jetzt als CD erschienen. „Unsere Fünfte“, so der Chef der Truppe, der Hamelner Musikpädagoge Udo Melloh-Sowa. Nach den Vorläufern „Die Männer sind schon die Liebe wert“ (1999), „Anneliese komm!“ (2004), „Pädagogian Harmonists live“ (2007) und „Liebe ist ewig das Neue“ (2012) jetzt also „…und sonst gar nichts!“

Angelehnt an das Marlene-Dietrich-Zitat aus dem „Blauen Engel“ geben die „Pädagogian Harmonists“ Tipps für Liebende in allen Lebenslagen – von Heinz Rühmanns unvergessenem „Ich brech´ die Herzen der stolzesten Frau´n“ bis zum lockenden „Anneliese komm!“ nach der Boccerini-Weise und zum verheißungsvollen „Wochenend´ und Sonnenschein“. Zwischendurch wird´s mit Schuberts „Wanderer“ und der „Launischen Forelle“ klassisch.

Neu im Programm ist Otto Reutter. Gleich zwei Couplets des beliebten Berliners haben Eingang in die CD-Produktion gefunden. Der Rat an die Damenwelt „Nehm´ Se ´n Alten“ und die höchst amüsante Geschichte des um seinen „Überzieher“, also Mantels, besorgten Kneipengast.

„Gerade Witz und die Selbstironie machen uns bei diesen Titeln besonderen Spaß“, erklärt Udo Melloh-Sowa. Der hat die Vorbilder keineswegs bloß nachempfunden und in Töne gesetzt, sondern als Arrangeur seine eigene Handschrift eingebracht. „Natürlich habe ich auch so meine Lieblingsrhythmen, etwa Latin Grooves“, bekennt Melloh-Sowa. „Allein schon für unsere Besetzung muss man sich die Originale genau anhören und versuchen, die einzelnen Stimmen zu identifizieren, was bei der historischen Tonqualität manchmal alles andere als einfach ist.“ Melloh-Sowa ist bemüht, der Stimme jedes Ensemble-Mitglieds Raum zu geben. Da gibt es gleich drei Tenöre (neben Melloh-Sowa auch Oliver Lange und Hans-Martin Haas), einen Bass (Jürgen Bissel) und Bariton und Spaßvogel Dierk Rabien.

„Klar, dass wir für den Publikumsliebling Dierk Rabien ausreichend Komik-Möglichkeiten schaffen müssen“, erläutert Melloh-Sowa. So dreht Rabien im aktuellen Programm sogar eine Tango-Runde mit Pianistin Vera Stapelberg übers Parkett. Die Interpretationen der Vorlagen gehen weit über musikalische Nostalgie hinaus. Sogar einige Beatboxing-Einlagen bringen die Gegenwart ein.

„Noch mehr Reutter“, sagt Melloh-Sowa auf die Frage nach den musikalischen Plänen der „Pädagogian Harmonists“. In jeden Fall sei die Arbeit an einer CD für gestresste Pädagogen „eine gute Regeneration.“ „Wir üben und planen einmal in der Woche, zwei Stunden bei Kaffee und Kuchen und Klönschnack.“

Technisch ist der Konzertmitschnitt aus eigenen Mitteln finanziert worden. „Wir sind Selbstzahler“, stellt Melloh-Sowa klar. Und hofft auf einen regen Absatz der 300 CDs zum Stückpreis von 13 Euro. „Die gibt’s ab sofort in den Hamelner Buchhandlungen.“

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