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Hamelner Chor Ton Art und Musikkorps Hessisch Oldendorf musizieren gegen Kinderarmut

Musikalische Kampfansage

Hameln. Mittlerweile lebt nach statistischen Erhebungen jedes siebente Kind in Deutschland in relativer Armut. Das heißt nicht zwangsläufig, dass die Familien und Kinder Hunger leiden. Trotzdem gibt es immer mehr Kinder, die ohne Pausenbrot zur Schule gehen und nicht am Mittagessen teilnehmen. Folgen von Armut: gesundheitliche und körperliche Beeinträchtigungen, mangelnde Körperpflege, Ausgrenzungen im sozialen Bereich und fehlende Chancengleichheit. Ein Umstand, der auch im Weserbergland zu beobachten ist. Etwa 4000 Kinder sind in der Region von Armut bedroht. Mit der Aktion „...dann geht es uns gut!“ hat das Deutsche Rote Kreuz seit Jahren der Kinderarmut den Kampf angesagt.

veröffentlicht am 25.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Die Situation von Kindern in einkommensschwachen Familien müsse verbessert werden, heißt es zur Begründung. Dazu gehöre, das Armutsrisiko durch Vorbeugung und aktive Förderung zu reduzieren. Kinder sollen die Grundlage für lebenslanges Lernen erhalten. Ebenso fördert der Kreisverband mit seinen Aktionen die Entwicklung eines gesunden Lebensstils, unter anderem mit Kampagnen an Schulen und Kindertagesstätten und einer dauerhafte finanziellen Zuwendung für die Hamelner Tafel, den Mittagstisch für Kinder in der Kurie Jerusalem und im Nordstadttreff und die Unterstützung der Hausaufgabenhilfe in den Schulen. Dafür allerdings appelliert der DRK-Kreisverband an die Spendenbereitschaft der Bürger, denn ohne Spenden wären solche Aktionen dauerhaft nicht möglich. Auch das Hessisch Oldendorfer Musikkorps hat der Kinderarmut den Kampf angesagt. Gemeinsam mit dem Hamelner Pop-Chor TonArt stellte das Orchester bereits zum vierten Mal ein Benefizkonzert der Sonderklasse in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums auf die Beine. Und der Konzertnachmittag hat sich gelohnt: 1800 Euro kamen für Projekte zusammen.

Das Musikkorps überzeugt von der ersten Sekunde an mit absoluter Spielfreude. Schon nach Sekunden springt der berühmte Funke über von der Bühne in die voll besetzte Aula. Absolutes Highlight: Das Medley aus Songs von Simon and Garfunkel. Blitzsauber intoniert, schwungvoll bis innig getragen, zelebriert das Musikkorps unter dem Dirigat von Lutz Göhmann Hits wie „Bridge over troubled water“, „The Boxer“ und „Sound of Silence“ – Gänsehautfaktor inklusive. Auch der Chor TonArt gibt sich locker, luftig, leicht und überaus schmissig bis hin zu humoristisch-musikalischer Bissigkeit. Bestes Beispiel: das grandiose Kabinettstück „Das Rendevous“, bei dem Herr auf Dame trifft, der klassische One-Night-Stand allerdings eher zum Fall für die Feuerwehr als fürs heimische Schlafzimmer mutiert. Klar, dass sich beide Formationen nicht lange zu den stürmisch verlangten Zugaben bitten lassen. TonArt erklärt musikalisch, warum die Mitglieder im Chor singen: Weil es Spaß macht. Das Musikkorps glänzt mit dem furiosen March of the Majorettes. Gemeinsam beschließen Orchester und Chor den Tag mit dem Michael-Jackson-Klassiker „Heal the World“. Ebenso klar ist: Auch im nächsten Jahr wird es das Benefizkonzert als musikalische Kampfansage gegen Kinderarmut geben.

Musizieren gegen Kinderarmut: der Hamelner Chor TonArt …


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