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Typisierungsaktion für Zehnjährigen startet am Freitag um 12 Uhr

Mund auf, Stäbchen rein – Spender für Ziwar sein!

HAMELN. Am Freitag um 12 Uhr ist es soweit: Dann startet die Typisierungsaktion für den schwerkranken Ziwar Cheikho in der Kantine der Impuls GmbH. Dieser Tag ist enorm wichtig den Zehnjährigen und seine Familie. Bislang konnte bei der Suche kein Spender gefunden werden. Bis 16 Uhr kann man sich registrieren lassen.

veröffentlicht am 15.09.2016 um 13:36 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus

Seit acht Jahren leidet Ziwar Cheikho aus Hameln an einer schweren Bluterkrankung. Inzwischen wirken die Medikamente kaum noch. Die einzige Überlebenschance für den jungen Syrer, der 2012 mit seinem Vater aus seinem Heimatland nach Hameln flüchtete, ist eine Stammzellenspende. Auch Kerstin Janack von der Impuls GmbH setzt große Hoffnungen in die Aktion. Sie betreut Ziwars Vater Ammar und hatte den Kontakt zum Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) hergestellt, das die Typisierung mit zwei Mitarbeitern durchführt. Das NKR ist eines der größten, überregional arbeitenden Register in Deutschland. In den vergangenen Wochen gab es bereits zwei Typisierungsaktionen für Ziwar in Hannover-Vahrenwald und Sehnde – und jetzt eben in seiner Heimat Hameln.

„Wir werden mit mehreren Mitarbeitern als Helfer vor Ort sein. Außerdem unterstützen uns drei bis vier Schüler der Berufsschule für Pflegeassistenz“, sagt Janack. Eine Kinderbetreuung werde es geben, damit sich möglichst viele Menschen bis 16 Uhr Zeit nehmen und sich registrieren lassen. Auch Ziwars Familie und Freunde werden helfen und beispielsweise Übersetzeraufgaben übernehmen. Im Vorfeld hatte Janack gezielt Verantwortliche aus der Flüchtlingshilfe angesprochen, denn bei Menschen aus dem arabischen Kulturkreis ist die Chance deutlich höher, dass sich unter ihnen ein Spender für Ziwar finden lässt.

Für die Typisierung wird mit einem Wattestäbchen ganz unkompliziert und schmerzfrei ein Abstrich von der Wangenschleimhaut gemacht. Mund auf, Stäbchen rein – Spender sein! Registrieren lassen können sich alle gesunden Menschen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren.

Vor der Transplantation der Stammzellen selbst muss niemand Angst haben. Heutzutage erfolgt sie in mehr als 95 Prozent der Fälle über eine Blutentnahme – ohne Narkose oder einem Krankenhausaufenthalt. Stammzellen werden im Knochenmark gebildet und sind die Mutterzellen aller Blutzellen. Durch die Gabe eines Hormons über fünf Tage wird das Knochenmark des Spenders zu einer vermehrten Bildung von Stammzellen angeregt. An einem bis zwei Tagen werden sie dann innerhalb von etwa fünf Stunden mit einem speziellen Verfahren aus dem Blut herausgefiltert. Als Nebenwirkung können grippeähnliche Symptome während der Zeit der Hormongabe auftreten.



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