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„Haltestelle“ in Afferde lässt Projekt für Jugendliche und Eltern wieder aufleben

Multikulturelles Kochen zum Kennenlernen

Afferde (tis). Mit einem guten Essen lässt sich viel erreichen. Nicht umsonst lautet ein Sprichwort „Liebe geht durch den Magen“. Aber man kann sich dabei auch gut kennen und verstehen lernen, finden die Verantwortlichen des Stadtteilprojekts „Haltestelle“ in Afferde. Deshalb soll dort die Aktion „Haltestelle kocht multikulturell“ wieder aufleben, die es vor drei Jahren schon einmal gab.

veröffentlicht am 12.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:21 Uhr

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„Für uns ist die Elternarbeit ein ganz wichtiger Faktor bei unserem Stadtteilprojekt. Wir wollen sie mit einbeziehen in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Alle sollen an einem Strang ziehen“, erklärt Tatjana Bartschke, Mitarbeiterin der „Haltestelle“. So gibt es bereits eine Elternsprechstunde, Deutsch und EDV-Kurse in der Frauengruppe bei dem vom Caritas-Verband Hameln-Holzminden und dem Verein „Spätaussiedler & Deutsche Rückwanderer“ (SDR) getragenen Projekt. Aber gerade das zwanglose Zusammensein soll gefördert werden, weil es die Möglichkeit bietet, seine Nachbarn besser kennenzulernen. Tatjana Bartschke: „Und beim Kochen und gemeinsamen Essen schafft man einfach eine Atmosphäre, die dies gut möglich macht.“

Bereits vor drei Jahren hatte die „Haltestelle“ gute Erfahrungen gemacht, als man an der „Wunsch-Punsch“-Aktion von Dewezet und Radio Aktiv teilnahm. „Die etwa 20 Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedener Herkunft hatten damals so viel Spaß. Sie haben unsere Frauengruppe deutlich wachsen lassen, sodass wir uns entschlossen haben, dieses Projekt wieder aufleben zu lassen“, erzählt die Haltestellen-Mitarbeiterin.

Somit gibt es jetzt wieder jeweils am ersten Freitag im Monat ab 17 Uhr das Angebot, gemeinsam in den Räumen der „Haltestelle“ an der Leipziger Straße zu kochen. Jedes Mal steht dann ein anderes Land im Mittelpunkt. Es gibt nicht nur die landesüblichen Speisen, sondern auch Gespräche über die Küche, Kultur, Religion, das Land und vieles mehr. „Die Frauen, die ihr Land an dem Tag präsentieren, tragen dann auch schon mal die landesübliche Tracht und es wird nach den Sitten des Landes gespeist, etwa am Boden“, erzählt Bartschke. So lernten sich die zumeist 20 Teilnehmerinnen gegenseitig auch besser verstehen.

Den Anfang machte der Libanon, gab es Falafel mit Soße, Salat und arabischem Brot. In den nächsten Monaten wird die Karibik folgen, dann die Türkei, Armenien, Thailand und Estland. Zum Auftakt waren auch Afferdes Ortsbürgermeisterin Ines Buddensiek (SPD) und Norbert Raabe, Geschäftsführer der Paritäten Hameln gekommen. Buddensiek lobte die Veranstaltung und versprach, öfter mit dabei sein zu wollen. „Zum Abschluss planen wir einen großen Abend bei den Paritäten an der Kaiserstraße , da dazu die Räume hier in Afferde nicht ausreichen“, kündigt Tatjana Bartschke bereits an.

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