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So sind die Regelungen in Hameln

Müssen Schwerbehinderte fürs Parken zahlen?

HAMELN. Wo dürfen Schwerbehinderte kostenlos parken? Ein älterer, schwerbehinderter Leser, dessen Name nicht erwähnt werden soll, hat sich über das Lesertelefon in der Redaktion gemeldet. Ihm sei aufgefallen, dass das Parken für Schwerbehinderte im Parkhaus Kopmanshof nicht kostenlos sei. Welche Regelungen gibt es da?

veröffentlicht am 15.08.2018 um 17:22 Uhr

Kostenpflichtig: Die Behindertenparkplätze im Parkhaus Kopmanshof. Foto: WAL
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Volontär zur Autorenseite
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Tatsächlich ist es so, dass Schwerbehinderte im öffentlichen Parkraum kostenlos parken dürfen – sofern sie den EU-einheitlichen, blauen Sonderparkausweis besitzen. Dieser Ausweis erlaubt, an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung zu parken. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt allerdings 24 Stunden, wenn nichts anderes angegeben ist. Einen EU-Parkausweis können schwerbehinderte Menschen erhalten, in deren Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) oder Bl (blind) eingetragen ist. Nur: „Parkhäuser und Tiefgaragen sind von dieser Regelung ausgenommen, hierbei handelt es sich nicht um öffentliche Verkehrsflächen“, so Stadtsprecher Thomas Wahmes.

Das gilt auch für das Parkhaus Kopmanshof, das wie andere Parkhäuser in Hameln von den Stadtwerken betrieben wird. Auf Anfrage teilen die Stadtwerke mit, dass die Parkgaragen Rathaus und Kopmanshof nicht durchgängig behindertengerecht seien. „Darüber hinaus würde ein kostenloses Parken für Behinderte eine Kontrolle der Behindertenausweise bedingen“, so eine Sprecherin. Dies sei technisch nicht möglich. Die Sprecherin weist jedoch darauf hin, dass mobilitätseingeschränkte Autofahrer mit besagtem EU-Parkausweis im öffentlichen Parkraum Anspruch auf einen kostenlosen Parkplatz hätten. „Deshalb sind an etlichen Stellen vor den Parkhäusern Behindertenparkplätze von der Stadt Hameln eingerichtet worden“, so die Sprecherin.

In der Stadtgalerie müssen Behinderte seit vergangenem Jahr ebenfalls die üblichen Parkgebühren zahlen. Die Parkregelung wurde eingeführt, da das Angebot zuvor auch durch „Fremdparker“ in Anspruch genommen worden sei; also von Autofahrern, die keine Kunden der Geschäfte in der Stadtgalerie waren. „An der Parkregelung hat sich nichts geändert“, sagt Center-Managerin Vivien Wilmers.

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