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Gebühren steigen um durchschnittlich vier Prozent

Müllentsorgung wird moderat teurer

HAMELN-PYRMONT. Die Erhöhung der Müllentsorgungsgebühren im Landkreis Hameln-Pyrmont ist einen Schritt weiter: Am Donnerstag stimmten die Mitglieder des Betriebsausschusses der Kreisabfallwirtschaft (KAW) einstimmig dafür, die Gebühren ab dem 1. Januar 2018 zu erhöhen. Viel tiefer in die Tasche greifen brauchen die Haushalte aber wohl nicht.

veröffentlicht am 07.12.2017 um 18:57 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 19:52 Uhr

Ab 2018 soll die Müllentsorgung im Landkreis teurer werden. Foto: wal
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Um durchschnittlich gerade einmal vier Prozent sollen die Gebühren steigen. Dabei würden jedoch auch einige Posten querfinanziert, wie Werner Sattler, Vorsitzender des Betriebsausschusses, erklärt. „Grünschnitt und Altpapier werden kostenfrei abgeholt, der Restmüll ist deshalb der Hauptgebührenträger.“

Die Kosten für eine 15-Liter-Tonne für eine Person würden dann beispielsweise monatlich von 2,14 Euro auf 2,31 Euro erhöht, für eine 30-Liter-Tonne von 4,28 Euro auf 4,62 Euro, die Gebühren für eine 45-Liter-Tonne sollen statt 6,42 Euro ab Januar 6,93 Euro betragen und für eine 60-Liter-Tonne 9,24 Euro statt bislang 8,56 Euro. Diese Preise sollen in den kommenden drei Jahren, bis 2020, konstant bleiben.

Es handele sich also um eine „moderate Gebührenerhöhung“, sagt Sabine Thimm, Leiterin der KAW. Auch Sattler spricht von einer „geringfügigen Erhöhung“, da die Gebühren in den vergangenen Jahren konstant blieben oder es sogar zu leichten Senkungen gekommen sei. Dass sie jetzt erhöht werden sollen, hat mehrere Gründe. Zum einen müssen für den Fuhrpark der KAW neue Fahrzeuge angeschafft werden, zum anderen steigen aufgrund neuer Tarifverträge die Personalkosten. Außerdem wird auch die Entsorgung des Grünschnitts teurer.

Gute Nachrichten gibt es allerdings für Besitzer einer Biotonne: Die 120-Liter-Tonne kostet statt 2,92 Euro dann nur noch 2,81 Euro im Monat. Inzwischen verfügen laut Sattler bereits rund 70 Prozent der Haushalte mit einer Restmüll- auch über eine Biotonne.

Eine endgültige Entscheidung ist damit aber noch nicht gefallen. Der Ausschuss spricht mit dem einstimmigen Votum lediglich eine Empfehlung an den Kreistag aus, dem Vorschlag der Gebührenerhöhung zu folgen. Die Mitglieder des Kreistages kommen am 19. Dezember zur letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Stimmen sie der Erhöhung zu, sollen die neuen Gebührenbescheide dann umgehend verschickt werden, damit die Bürger sie möglichst noch vor Weihnachten erhalten.

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