weather-image
27°

Müll, Hundekot, Randale: Das waren die Themen am Lesertelefon

HAMELN. Wird vor dem Vitamin Club randaliert? Warum wird der Müll nicht abgeholt? Und: Darf beim Bäcker der Boden gewischt werden, wenn noch Waren in der Auslage sind? Das sind nur drei von vielen Fragen, die in dieser Woche am Lesertelefon gestellt worden sind.

veröffentlicht am 13.03.2018 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 13.03.2018 um 20:50 Uhr

Der Vitamin Club am 164er Ring: Zu laut und zu viel Randale sei damit verbunden, findet unser Anrufer. Foto: Dana
Dorothee Balzereit

Autor

Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Über nächtliche Lärmbelästigung vor dem Vitamin Club ärgert sich ein Anrufer, der seinen Namen nicht nennen möchte. Er spricht von 40 bis 50 Leuten vor dem Club, teils auf dem Zebrastreifen, einer Rauferei und zwei bis drei Streifenwagen nachts um 4.30 Uhr. Das Problem bestehe schon länger. Die Polizei bestätigt den Einsatz und die Streitigkeiten vor dem Musikklub am 164er Ring. Ein Gast habe aggressiv herumgepöbelt und einen Platzverweis erhalten. Im Februar habe es dort zwei Einsätze wegen Ruhestörungen gegeben.

Dass die Kreisabfallwirtschaft den Streik der Müllwerker am vergangenen Freitag für sich nutze, kann nicht angehen, findet Willi Freckmann aus Bad Pyrmont. Für den Streik habe er volles Verständnis. Doch dafür, dass der Müll nun erst zum Regeltermin in 14 Tagen abgeholt wird, nicht. „Ich finde das bemerkenswert: Ein Streik soll doch den Arbeitgeber treffen“, sagt der Hagener, doch in diesem Fall reibe dieser sich die Hände: Einen Tag lang keine Kosten, aber dennoch die Gebühren eingestrichen!“ Dabei gehe es ihm nicht um die Gebühren, die eigentlich erstattet werden müssten, sondern um den Müll, der sich stapelt. Der Landkreis argumentiere, „man könne ja einen Müllsack danebenstellen“. Der Landkreis bedauert, dass nicht sämtliche streikbedingt ausgefallenen Touren nachgeholt werden können. Die Personalnot sei aufgrund der Grippe angespannt. „Der Kreisabfallwirtschaft (KAW) fehlt es an Kapazitäten“, sagt eine Sprecherin. Sie weist außerdem darauf hin, dass es sich bei den Streikmaßnahmen um höhere Gewalt handelt, insofern habe der Kunde keinen Anspruch auf Entschädigung.

Müll ist auch das Thema von Klaus Lönneker. In der Woge in Hameln wurden die Gelben Säcke nicht abgeholt, denn die Straße ist wegen Kanalarbeiten gesperrt. „Das Fahrzeug für den Biomüll hat die Tonnen dennoch geleert“, wundert sich der Anrufer. Dazu sagt ein Mitarbeiter der Firma Tönsmeier, zuständig für die Entsorgung der Gelben Säcke: „Wenn die Bauleitung das erlaubt, ist das möglich.“ Verantwortlich sei grundsätzlich die Bauleitung – auch für den gesammelten Transport der Gelben Säcke an eine Straßenecke während der Zeit, in der die Straße nicht passierbar sei. Also auch, wenn an der Woge demnächst eine weitere Baustelle eingerichtet wird.

270_0900_95538_T16_Leser_Telefon.jpg

Eine Anruferin, die ihren Namen nicht nennen will, möchte wissen, ob es in Bäckerfilialen eigentlich erlaubt sei, den Verkaufsraum zu fegen und zu wischen, während die Waren noch zum Verkauf in den Auslagen liegen. Sie habe ein solches Vorgehen in mehreren Filialen beobachtet. Darauf hat die Sprecherin des Landkreises eine eindeutige Antwort: „Nein, das ist ein absolutes No go“. Zuständig für die Einhaltung der Regel sind die Lebensmittelkontrolleure.

Ob die Stadt mit zweierlei Maß misst, fragt sich Bernd Hornig aus Tündern. Der Bericht über den Mammutbaum, den die Stadt fällen will, obwohl er die Nachbarn gar nicht stört, habe ihn schon sehr gewundert: Vor seinem Haus stehe ein viel höherer Ahorn, den sich die Stadt seit Jahren weigere zu fällen, obwohl der Abstand zu seinem Haus viel geringer sei und dieser ihn sehr störe. „Da fühle ich mich veräppelt“, sagt er. „Hier hinkt der Vergleich“, erklärt der Sprecher der Stadt. Bei dem Ahornbaum handele es sich um einen Alleebaum, der als Straßenbegleitgrün im Nachbarschaftsgesetz besonders geschützt ist. Der Mammutbaum stehe dagegen als solitärer Baum auf einem Grundstück. Auch in seiner Höhen- und Größenentwicklung passe der Baum, der aus Nordamerika stammt, nicht in die Gegend.

Darüber, dass es rund um den Glascontainer Ecke Reginastraße/Friedrich-Maurer-Weg schon genauso aussehe, wie in der Sandstraße, ärgert sich Ralf Siegmüller. Eine junge Frau habe ihren Glasmüll einfach in einer Tüte dazugestellt. Darauf angesprochen, habe sie erwidert, dass ihn das nichts anginge. „Das ist dreist.“

Hundekot in gelben Beuteln, einfach liegengelassen, finde sich auch an der Hunold- und an der Koppenstraße, meldet Elisabeth Piske. Genauso wie die Aktion rege sie auf, dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht mitnähmen. Auch Manuela Tauscher, selbst Besitzerin eines Hundes, appelliert an die Hundehalter, die Haufen zu entsorgen. „Es werden immer mehr.“ Die Hundehalterin wundert es nicht, dass es immer mehr Hundehasser gebe, von denen manche vielleicht Köder auslegen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare