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Steuerzahler trägt Kosten

Müll an Teichen sorgt für Ärger nach Himmelfahrtstour

TÜNDERN. Die Müllbilanz am Morgen nach dem Vatertag sieht verheerend aus. An den Kiesteichen bei Tündern liegt überall Müll. Ausbaden müssen das nun städtische Mitarbeiter – und die Allgemeinheit. Über 700 meist jugendliche Vatertagswanderer zogen am Donnerstag von Hameln zum ehemaligen Sportplatz am Weserufer von Tündern.

veröffentlicht am 11.05.2018 um 14:32 Uhr
aktualisiert am 11.05.2018 um 18:20 Uhr

Bea und Wolfgang Schünemann haben am Ufer eines Kiesteiches bei Tündern diesen Unrat gesehen und fotografiert. Foto: Schünemann
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Das Bild, was sich uns an den Kiesteichen bot, macht uns traurig und gleichzeitig auch wütend.“ Bea und Wolfgang Schünemann sind verärgert. Einweggrills, Pappbecher, Glasflaschen, Dosen und Verpackungen. All den ganzen Müll haben die beiden Dewezet-Leser an den Kiesteichen bei Tündern liegen sehen. Selbst mit zurückgelassenen Decken und gar einem aufblasbaren Planschbecken wurden die Gelände vermüllt. Offenbar alles Überbleibsel einer ausgeuferten Vatertagstour.

Schünemanns finden es schade, „dass es Menschen gibt, die einfach fortgehen und alles hinter sich zurücklassen – einen Müllhaufen, der nicht verrottet“. Sie fragen sich, ob diese Menschen an diese Plätze zurückkommen oder sich beim nächsten Mal einen anderen sauberen Platz suchen.

Über 700 meist jugendliche Vatertagswanderer zogen am Donnerstag von Hameln zum ehemaligen Sportplatz am Weserufer von Tündern. Über 700 meist jugendliche Vatertagswanderer zogen am Donnerstag von Hameln zum ehemaligen Sportplatz am Weserufer von Tündern. Offenbar haben einige von ihnen ihren Müll in die Natur geschmissen, statt den Abfall mitzunehmen.

„Dabei entsteht der fade Beigeschmack, dass beim Wandern einiges in der Landschaft entsorgt wurde“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes auf Anfrage der Dewezet. Ausbaden müssen das nun städtische Mitarbeiter – und die Allgemeinheit . „Natürlich entstehen durch das Säubern Kosten, die im Endeffekt der Steuerzahler tragen muss“, heißt es aus dem Rathaus.

Am Freitag hat die Stadt bereits begonnen, Müll zusammenzutragen und abzutransportieren. Und vorgesorgt habe man im Vorfeld auch, so der Sprecher. Die Stadt habe einen Container aufgestellt und Müllbeutel verteilt. „Das Problem haben andere Städte auch. In Hannover war der Maschpark betroffen“, meint Wahmes.

„Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir damit in Zukunft umgehen“, sagt Karl-Friedrich Meyer, Geschäftsführer der Tündernsee GmbH. Feiern sollen die Jugendlichen ruhig, aber vernünftig, meint der Tünderaner. Aber so etwas sei unmöglich. Bereits im letzten Jahr lagen Unmengen von Müll am Ufer der Kiesteiche. Jetzt muss dieser Unrat entsorgt werden. Am 10. Juni sollen in Tündern die ersten Boote auf dem Teich die Segel setzen.



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