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Hüseyin Albayrak wird Zweiter

„Mr. Gay Germany“: Hamelner verpasst Titel knapp

HAMELN. Im Finale von „Mr. Gay Germany“ hat Hüseyin Albayrak den Titel knapp verpasst. Der gebürtige Hamelner, der inzwischen in Norwegen lebt, musste sich in Köln dem Berliner Marcel Danner geschlagen geben. Albayrak war mit seiner Kampagne „Hass macht hässlich“ angetreten.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 14:44 Uhr
aktualisiert am 03.12.2018 um 17:48 Uhr

Hüseyin Albayrak ist bei der Wahl zu „Mr. Gay Germany“ Zweiter geworden. Foto: pr
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Volontär zur Autorenseite

Er war so nah dran: Hüseyin Albayrak aus Hameln hat den Titel „Mr. Gay Germany“ knapp verpasst. „Natürlich hätte ich mich auch über den ersten Platz sehr gefreut“, meint Albayrak. „Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht habe.“ Neuer Titelhalter ist nun Marcel Danner aus Berlin. Nach dem Finale in Köln bekam er eine Schärpe umgelegt, wurde im Konfettiregen gefeiert. „Ich wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute“, sagt Albayrak, der nun Danners Stellvertreter ist. Unter den fünf Finalisten, die sich einer Jury stellten, schaffte es Albayrak auf den zweiten Platz – und möchte sich weiter engagieren.

Der Hamelner war mit seiner Kampagne „Hass macht hässlich“ angetreten. „Jeder Hass – ob gegen Homosexuelle, gegen Ausländer, von und gegen Migranten, gegen Menschen mit Übergewicht oder körperlichen Beeinträchtigungen“, so Albayrak. Er selbst habe häufig schlechte Erfahrungen gemacht, nachdem er sich vor acht Jahren geoutet hat. „Wenn manche Leute erst im Nachhinein erfahren haben, dass ich schwul bin, waren sie viel offener“, meint der 27-Jährige.

„Hüseyin hat seine Kampagne authentisch dargestellt“, sagt Veranstalter Patrick Dähmlow. Über den Contest wird jährlich ein Repräsentant der Schwulenszene gesucht, der sich sozial engagiert und für die Belange der Community einsetzt. Albayraks Kampagne treffe den Nerv der Zeit. „Es ist das richtige Thema zur richtigen Zeit“, so Dähmlow. Bei der Präsentation lag der 27-Jährige nur einen Punkt hinter Danner. „Unter den verschiedenen Challenges ging die Kampagnen-Präsentation mit dem größten Anteil in die Gesamtwertung ein“, erklärt der Veranstalter. Der neue „Mr. Gay Germany“ aus Berlin will für ein Ende des Blutspendeverbots für Schwule und Bisexuelle kämpfen.

Neuer Titelhalter ist Marcel Danner aus Berlin. Foto: pr
  • Neuer Titelhalter ist Marcel Danner aus Berlin. Foto: pr

Auch wenn es für Albayrak nicht ganz zum Titel gereicht hat: Eine unvergessliche Erfahrung bleibt die Teilnahme am Contest für ihn trotzdem. So ging es vor dem Finale mit den anderen Kandidaten unter anderem auf eine Mittelmeerkreuzfahrt. Nun flog Albayrak wieder nach Norwegen. In der Hafenstadt Kristiansund betreibt er mit seinem Lebensgefährten zwei Optiker-Filialen. „In naher Zukunft wird man viel von mir hören“, verspricht Albayrak. Was er genau meint, will er noch nicht verraten.



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