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Neuer Vorstand, mehr Mitglieder

Motorboot-Club Hameln wieder in ruhigem Fahrwasser

HAMELN. „Wir sind in ruhigem Fahrwasser.“ Der neue geschäftsführende Vorstand des Motorboot-Clubs Hameln hat den „katastrophalen Tiefgang“, wie es ein Mitglied beschreibt, abgewendet, und lenkt die Geschicke des Vereins jetzt mit einem „hoch motivierten Team“.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 14:28 Uhr
aktualisiert am 02.03.2018 um 18:47 Uhr

Es ist Ruhe eingekehrt beim Motorboot-Club Hameln: Der „katastrophale Tiefgang“ wurde abgewendet. Der neue Vorstand geht neue Aufgaben an. Das Clubheim durch Veranstaltungen zu beleben, ist eine davon. Foto: DANA
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Querelen früherer Vorstandsmitglieder untereinander, nach denen der damalige Vorsitzende abgewählt wurde und sich in einem Mediationsverfahren wiederfand – alles Geschichte. „Wir möchten auf zu neuen Ufern“ – so beschreiben der erste Vorsitzende Matthias Albrecht und sein Stellvertreter Axel Hartmann ihre Herausforderungen für die kommenden Jahre. So sollen die Außenanlage des von 2013 bis 2016 erbauten Clubheims an der Weser fertiggestellt, die Außenstege renoviert und die Steganlage beplankt sowie die Jugendarbeit aufgebaut werden. Die sei in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigt worden. „Wir können uns hier eine Kooperation mit Schulen vorstellen. Auch eine Feriencard-Aktion ist für den Sommer terminiert“, erklärt Albrecht. Das für 460 000 Euro errichtete Clubheim soll wieder eine Adresse für die Mitglieder werden: Ob gesellige Abende oder „Vermietungen für bis zu 50 Personen“, so Hartmann, in jedem Fall wolle man das Haus beleben.

Eins steht bei dem 114 Mitglieder zählenden Verein allerdings im Fokus: das Boot fahren. Darüber sind auch Axel Hartmann und Matthias Albrecht in den Verein gekommen. „Es hat hier in den vergangenen Jahren einen Wandel gegeben. 80 Prozent unserer Mitglieder sind aktive Bootfahrer“, erklärt Albrecht. Heißt auch: Der Hafen mit 36 Liegeplätzen an der Tündernschen Warte ist ausgelastet. „Es ist so weit, dass wir die ersten auf die Warteliste setzen mussten“, so der erste Vorsitzende. Auch in puncto Ausbildung boomt es. „Die Teilnehmerzahlen sind stark angestiegen.“ Der Motorboot-Club Hameln, übrigens Mitglied im Deutschen Motoryachtverband, bildet zusammen mit dem Motorboot-Club Bodenwerder in sechs Bereichen aus. Neu sind die Lehrgänge für Funklizenzen Binnen und See.

Seit 1964 existiert der Verein; mit dem Bau des Hafens im Jahr 1982 und dem Clubheim habe man bewiesen, dass man Großprojekte meistern und den Verein durch gefährliches Fahrwasser manövrieren könne. „Wir haben bei der Jahreshauptversammlung einen Haushaltsplan vorgelegt, der von den Mitgliedern abgesegnet worden ist“, so Albrecht. Ob Schäden durch Hochwasser oder Sturm – man weiß nie, was auf den Verein zukomme, und sei daher bei der Budgetplanung sehr konservativ rangegangen. „Friederike“ habe im Januar keine großen Schäden auf dem Vereinsgelände und im Hafen verursacht.

Den Hafen möchten die Verantwortlichen in diesem Jahr besonders in den Fokus rücken: Für den 18. August ist ein Hafenfest geplant; schon vorher soll die Anlage mit der Blauen Flagge zertifiziert werden. „Wir haben uns nach langer Zeit wieder darauf beworben“, erklären Hartmann und Albrecht. Eine Vor-Ort-Begehung der zuständigen Kommission soll im Frühjahr stattfinden; Umwelt- und Sicherheitsaspekte sind dabei ausschlaggebend. Ruhiges Fahrwasser und motivierte Steuerleute im Verein auf jeden Fall schon mal vorhanden.

Information

Um zu erfahren, was sich die Mitglieder eigentlich von ihrem Verein wünschen, wird eine Befragung durchgeführt. Nichtsdestotrotz sind die Mitglieder auch selbst gefordert, sich im Verein zu engagieren. So sind die Mitglieder mit Boot, die der Beitragsklasse 30 angehören, aufgefordert, ab dem vollendeten 18 Lebensjahr acht Stunden Arbeitsdienst im Jahr zu verrichten. „Ersatzweise wird für jede nicht geleistete Stunde der gesetzlich festgelegte Mindestlohn in Rechnung gestellt“, erklärt Albrecht.

Bei der Jahreshauptversammlung ging es nicht nur um Beiträge und Gebühren, sondern auch um Ehrungen. Margret Harland wurde für 20 Jahre mit der Ehrennadel des Motorboot-Clubs Hameln ausgezeichnet; Albert Lutzke erhielt als langjähriges Vorstandsmitglied die Goldene Verdienstmedaille des Deutschen Motoryachtverbands.



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