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Mord-Ermittler entdecken Ritualplatz und Knochen

veröffentlicht am 04.01.2012 um 09:50 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Knochen

Hameln (ube). Bei einer erneuten Suche nach der Leiche des seit knapp acht Jahren vermissten und vermutlich ermordeten Hamelners Stefan Haenelt haben Spezialhunde aus Nordrhein-Westfalen heimische Ermittler in mehrere Waldgebiete geführt.

Im Riepen, oberhalb des Multimarktes, fanden Polizisten ein sonderbares, aus bearbeitetem Holz gezimmertes, etwa drei Meter großes Kreuz und mehrere Knochen. Vieles deutet darauf hin, dass die Beamten einen Ritualplatz entdeckt haben. Die Polizei glaubt, dass Haenelt im März 2004 bei einer „Teufelsaustreibung“ ums Leben gekommen.

Spezialsuchhunde der nordrhein-westfälischen Polizei – sogenannte Mantrailer – hatten Fahnder in mehrere Waldgebiete rund um Grupenhagen geführt und an einigen Stellen angeschlagen. Die vierbeinigen Spürnasen, von denen es nicht viele gibt, sind in der Lage, dem individuellen Geruch eines Menschen zu folgen, indem sie abgestoßene Hautzellen erschnüffeln. Die in der Nähe des Kreuzes gefundenen Knochen sind von der Polizei zum Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule geschickt worden. Es wird vermutet, dass es sich um Überreste von Tieren handelt. Wissenschaftler des Landeskriminalamtes Niedersachsen versuchen, auf einer sichergestellten Flasche DNA-Material zu entdecken.

Nun gibt es eine vielleicht heiße Spur – und möglicherweise erhalten die Kriminalisten neue Hinweise aus der Bevölkerung. Wer hat das Kreuz gebaut, wer hat es im Riepen aufgestellt? Wem sind im Jahr 2004 Fahrzeuge im Wald aufgefallen? Ein roter Bulli, ein weißer und ein blauer VW Golf könnten eine Rolle spielen. Jede kleinste Kleinigkeit kann helfen, das Puzzle zu vervollständigen. Hinweis-Telefon: 05151/933-222.

Und noch eine Spur verfolgt die Staatsanwaltschaft: In dem alten Haus in Grupenhagen, in dem ein Ehepaar, gegen das die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Totschlags ermittelt, gewohnt hat, ist Blut entdeckt worden. Derzeit versuchen Forscher mit einem neuen, sehr aufwendigen Verfahren herauszufinden, ob die Blutspritzer von den Vermissten stammen.

Was die Mord-Ermittler vermuten und was die Schwester des Vermissten sagt, lesen Sie in der Mittwochausgabe der Dewezet.



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