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Günter von Lonski gewährt dem Leser einen Einblick in seine Schreibwerkstatt

Mord, Murano und dunkle Machenschaften

HAMELN. Die Welt der Krimis ist voll von merkwürdigen Tatwaffen. Und zuweilen wird auch eine Lammkeule dazu benutzt, Menschen ins Jenseits zu befördern, wie es Roald Dahl in einem seiner Kurzgeschichten-Klassiker geschildert hat. Günter von Lonski, der Hamelner Leserschaft, wohlbekannt durch seine in den CW Niemeyer Buchverlage erschienenen Krimis, hat eine weitere Mordwaffe kreiert: einen gläsernen Dolch.

veröffentlicht am 27.09.2018 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 27.09.2018 um 18:50 Uhr

Der Glaskünstler Rene Jaksch überreicht in der Schauglasbläserei Hameln den rekonstruierten Glasdolch dem Krimiautor Günter von Lonski, der damit einen in seinem neuesten Werk geschilderten Mord nachstellt. Foto: pr

Und der existiert nicht nur fiktiv, sondern ganz real. Der in Pattensen lebende Autor hat das Stichinstrument in der Schauglasbläserei im Hamelner Pulverturm herstellen lassen. Und die jüngst erfolgte Übergabe nahm von Lonski zum Anlass, auf seine – wie er es nennt – „literarische Mord(s)werkstatt“ im Internet hinzuweisen. Denn so transparent der Dolch aus Glas ist, so transparent will von Lonski die Entstehung seines Romans machen. Auf der Website www.der-glaeserne-dolch.de werden Infos, Bilder, Interviews und vieles anderes mehr zum Hintergrund des im Entstehen begriffenen Krimis zur Verfügung gestellt und der Schreibprozess dokumentiert. Damit plaudert von Lonski gewissermaßen aus seiner Schreibwerkstatt. Bei den Recherchen für seinen historischen Roman wird der Schriftsteller übrigens von dem Hamelner Viktor Meissner unterstützt, der im hiesigen Stadtarchiv und im Museum tätig gewesen ist.

Der Roman entführt den Leser in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Der sechzehnjährige Ziegenhirte Jost Bicker versteckt sich vor vagabundierenden Horden in einer Felsspalte des Wesergebirges, und trifft auf zwei kleine Männer, gekleidet in Lodenumhängen mit Kapuzen. Getarnt als wandernde Hausierer suchen sie nach seltenen Mineralien für Venedigs berühmte Glasmanufakturen auf Murano. Jost erreicht mit den Venedigern die Lagunenstadt, erlernt das Handwerk des Glasbläsers und wird mit seinem Meister vom Pariser Hof abgeworben. Doch die Serenissima schickt jedem Verräter ihres Glasgeheimnisses einen unbestechlichen Rächer auf den Hals. Sein Mordwerzeug: ein gläserner Dolch... red

In die Rolle des Opfers schlüpft der Hamelner Viktor Meissner. Foto: pr


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