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Einen erneuten Shutdown wollen die wenigsten

Montagsumfrage: Mehrheit für Impfung

HAMELN-PYRMONT. Lieber die Impfpflicht einführen als einen erneuten Shutdown – dieses Bild zeichnet zumindest unsere nicht repräsentative Montagsumfrage. 63 Prozent votieren darin für die derzeit heiß debattierte gesetzliche Impfung.

veröffentlicht am 22.11.2021 um 17:00 Uhr
aktualisiert am 22.11.2021 um 21:00 Uhr

Dorothee Balzereit

Autor

Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite

Weitere 12 Prozent wollen eine Impfpflicht begrenzt auf Pflegekräfte. Dagegen ist mit 25 Prozent nur ein Viertel der Befragten.

Angesichts der drastisch steigenden Infektionszahlen kreisten die Fragen in unserer wöchentlichen Umfrage wieder einmal um neue Corona-Regeln. Manches davon – wie zum Beispiel die verpflichtende 3G-Regel am Arbeitsplatz oder die Homeoffice-Pflicht, die auch bei den Befragten hoch im Kurs stehen – wurde in Berlin inzwischen von der Ampelkoalition entschieden. Insofern müssen einige Antworten diesmal im Nachhinein dahingehend interpretiert werden, wie richtig die Teilnehmer die eine oder andere Entscheidung finden.

Deutlich wird: Die Befragten haben sich mehrheitlich schärfere Regeln gewünscht. Nur 16 Prozent der Befragten empfanden die alten Corona-Regeln als ausreichend, 14 waren unsicher und ganze 70 Prozent erklären die Maßnahmen als unzureichend. Beantwortet wurden die Fragen von insgesamt 230 Newsletter-Abonnenten.

Geschäfte und Restaurants sollen nicht wieder schließen

n sich für die Bereiche ab, in denen Verschärfungen befürwortet werden, Mehrfachnennungen waren an dieser Stelle möglich: Das unpopuläre Schlusslicht bildet mit nur 28 Stimmen die Möglichkeit, erneut Geschäfte und Restaurants zu schließen sowie bestimmte Dienstleistungen und Veranstaltungen zu verbieten. Verkleinerte Gruppen in Kitas und Schulen als „Notschalter“ werden ebenfalls eher kritisch gesehen: Sie erhalten nur 84-mal Zustimmung.

Erneute Kontaktbeschränkungen würden immerhin 122 Befragte hinnehmen. Spitzenreiter sind die Testpflicht am Arbeitsplatz, die Pflicht zum Homeoffice, die auch der Ampelkoalition wichtig waren: Sie bekamen jeweils 169 und 171 Stimmen. Gegner von allen Optionen gibt es ebenfalls: 27 würden „keine“ der genannten Maßnahmen umsetzen.

Die Antworten nach der Zustimmung zu dem Bündel an Maßnahmen, das eine Gruppe von Wissenschaftlern um die Physikerin Viola Priesemann als „Notschalter“ in einem Positionspapier veröffentlicht hat, korrelieren mit der Dewezet-Frage nach einem erneuten Shutdown: Den empfinden nur 18 Prozent als angebracht, 22 Prozent sind sich unsicher, 60 Prozent sprechen sich dagegen aus. Die Wissenschaftler halten die Verhaltensregeln und die 2G/3G-Beschränkungen alleine als nicht ausreichend.

Ein ähnliches Verhältnis wie bei der Impfpflicht zeichnet sich bei der Frage nach der flächendeckenden Einführung von 2G plus, also dem Zutritt nur für Geimpfte und Genesene plus Testung, ab: 60 Prozent sind dafür, 34 dagegen und 7 sind sich unsicher.

Eine Interpretation für die Diskrepanz könnte lauten: Ein gewisser Anteil der Befragten empfindet 2G plus als Impfpflicht durch die Hintertür und würde gleich den direkten Weg wählen.

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