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Neue Krimis aus dem Haus CW Niemeyer Buchverlage

Mörderisch gut

HAMELN. Morde an der Küste, Kriminalermittlungen in Hameln und Wuppertal, eine gekreuzigte Nonne oder ein scharfer Blick auf die Rückkehr des Wolfes: Die neuen Krimis der C.W. Niemeyer Buchverlage bieten wieder spannende Krimikost für jeden Geschmack.

veröffentlicht am 04.03.2018 um 15:54 Uhr
aktualisiert am 05.03.2018 um 11:10 Uhr

„Der Schafe Tod“, das Erstlingswerk von Jutta Gerecke, Uwe Jark und Werner Kunst. Foto: CW Niemeyer
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Während der Frost Wiesen und Wälder gerade wieder aus seinen eisigen Fängen entlässt, bleibt uns ein Gast aus kalten Regionen erhalten: Der Wolf! Immer wieder liest man von ihm.

Da kommt die Neuerscheinung der CW Niemeyer Buchverlage „Der Schafe Tod“ gerade recht, denn ein blutrünstiges Wolfsrudel hetzt einen Mann erbarmungslos durch den niedersächsischen Wald. Er vernimmt das schnelle, gleichmäßige Atmen der Meute, ihren scharfen Raubtiergeruch in den Sekunden, bevor die Tiere ihn zu Boden reißen. Gravenstedt ist in heller Aufregung. Wolfsberaterin Henrike Schnabels hat es schwer, die aufgebrachten Dorfbewohner zu beruhigen. Ihr plötzliches Verschwinden und ein Toter im Wald stellen Kommissarin Sabine Lüschen vor ihre größte Herausforderung.

Drei Veterinäre – ein Roman. Die Autoren Jutta Gerecke, Uwe Jark, Werner Kunst sind fasziniert von der Rückkehr der Wölfe nach Niedersachsen. Alle drei sind Tierärzte und verstehen auch die Sorgen der Landwirte. Ein Spannungsfeld, in dem der Wolf einen schweren Stand hat. Jutta, mit Spaß an dunklen Charakteren und rührseligen Geschichten, Uwe, übersprudelnd vor bizarren Ideen, und Werner, mit realistischen Recherchen und dem glücklichen Händchen für geschliffene Übergänge, ergänzten sich bei diesem Erstlingswerk.

Wer dem Winter gänzlich entfliehen will, entschließt sich zu einer Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer. Aber auch in Jörg Böhms„Niemandsblut“, der auf einem der Luxusliner spielt, geht es unheimlich zu. Ein idyllischer Morgen in Palma de Mallorca endet für die Passagiere der “Virgin of the Ocean“ jäh, als über dem Altar der Kathedrale eine Nonne hängt – ans Kreuz genagelt. Auf ihrem Habit steht das lateinische Wort Peccavi – „Ich habe gesündigt.“ Ein grausamer Ritualmord? Oder gibt es eine Verbindung zu einem spektakulären Kunstraub, von dem auch das Kloster der Gottesfrau betroffen war? Als der Galerist des Schiffs ermordet wird, weiß Kapitän Hauke Jensen, dass ein Mörder sein perfides Spiel treibt.

Von ganz anderen Farben spricht Klaus E. Spieldenner in seinem neuesten Werk „Schuppen 10“. Der Tod ist schwarz – die Hoffnung weiß! Die Eltern bei einem Autounfall verloren, die Tochter ertrunken, die Ehefrau erhängt: In der dunkelsten Stunde seines Lebens fasst der Hamburger Bestatter Julius Hassel einen folgenschweren Entschluss: Er will seine Familie zurück. Egal, ob tot oder lebendig! Im sechsten Fall der erfolgreichen Regionalkrimi-Reihe von Spieldenner strapazieren ein mordender Serienkiller, eine explodierende Weltkriegsbombe an der Elbphilharmonie und konservierte Leichen die Nerven der Leser auf ganz besondere Art. Können die Hamburger Kommissare Lutteroth und Schweiss ihren schwierigsten Fall lösen oder werden sie am Ende selbst zur Zielscheibe?

Das Friesenspiel von Nané Lénard. Foto: CW Niemeyer
  • Das Friesenspiel von Nané Lénard. Foto: CW Niemeyer
Foto: CW Niemeyer
  • Foto: CW Niemeyer


Doch auch in Wuppertal und Hameln geht es gefährlich zu, wie Autor Andreas Schmidt mit seinem Krimi „Höhentod“ unter Beweis stellt. Bei einer Schießerei auf dem Klütturm kommt ein Mann ums Leben. Wie sich herausstellt, ist der Tote ein Verkehrswissenschaftler aus Wuppertal. Während die Mördersuche auf Hochtouren läuft, wird ein wohlhabendes Unternehmer-Ehepaar kaltblütig in seiner Villa erschossen – hat der Killer wieder zugeschlagen? Lokalreporter Frank Dirzius wittert eine heiße Story – und gerät unter Mordverdacht. Die Kommissare Sophie Stein und Karl Brauer ermitteln in Wuppertal – Grundmann und Maja Klausen leiten im Weserbergland die Ermittlungen. Einen entscheidenden Hinweis liefert der pensionierte Hauptkommissar Ulbrich. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf das Umfeld des Toten. In seiner Heimat war Sippelmann umstritten: Er plante den Bau einer Seilbahn, die vom Zentrum der Stadt auf die Südhöhen führen sollte. Doch warum starb der Verkehrswissenschaftler ausgerechnet in Hameln?


Wer es trotz krimineller Spannung heiter und skurril mag, wagt sich an die Nordseeküste, zum Beispiel nach Neuharlingersiel. Dort geschehen eigenartige Dinge beim ostfriesischen Nationalsport. Dem Boßeln widmet sich die Schriftstellerin Nané Lénard in ihrer Krimi-Neuerscheinung„FriesenSpiel“. Die Handlung beginnt an einem frostigen Herbstmorgen: Um Himmels willen, wo ist bloß Hinnerks Boßelkugel geblieben? Nach dem Training an einem nebligen Novemberabend ist das teure Erbstück aus Ebenholz verschwunden. Ein Schock für den ehemaligen Fischer, der nun den Geist seiner Vorfahren fürchtet. Die Kugel war seit Generationen im Familienbesitz. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich nachts auf den Acker zu wagen und nach ihr zu suchen. Pech nur, dass er sie ausgerechnet im Mund eines Toten wiederfindet, der sich als Frau verkleidet hat. Das hat ungeahnte Folgen, die das Ermittlerteam hellhörig machen und natürlich Oma Pusch samt Freundin Rita auf den Plan rufen!


Micha Krämers neuer Krimi „Sand in der Kimme“ Lesevergnügen, wie schon der Titel verrät. Inselpolizist Onno Federsen ist ratlos. Auf dem beschaulichen Eiland Langeoog treibt ein Fallensteller sein Unwesen. Zweimal hat die Falle schon zugeschnappt. Wer wird das nächste Opfer sein? Und was hat es mit dem menschlichen Schädel auf sich, den Urlauber am Flinthörn gefunden haben und der aus dem Polizeigewahrsam verschwindet? Die Verwirrung ist komplett, als angeblich der vor zwölf Jahren ertrunkene Mann von Annemarie Hansen gesehen wird.

Natürlich wird sich alles aufklären, wie schon in „Sand im Schuh“ und „Mordsfang“.



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