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Elterninitiative lädt zum Familienfest / Aktion Mensch finanziert Inklusions-Stelle

Mittendrin mit Down Syndrom

Hameln. „Keke ist wirklich unser Wunderkind. Als sie geboren wurde, haben ihr die Ärzte wegen eines angeborenen schweren Herzfehlers nur wenig Zeit zum Leben prognostiziert. Und jetzt ist sie 23 Jahre alt“, erzählt Gisela Reisch aus Hannover, die gemeinsam mit der jungen Frau, die mit dem Down Syndrom geboren wurde, und Kekes Mutter Beate zum Familienfest der Hamelner Elterninitiative „Up mit Down“ ins Familieninformationszentrum (FiZ) nach Hameln gekommen ist.

veröffentlicht am 23.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. TRuchseß
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„Erst mit 22 Jahren wurde Keke operiert. Vorher haben sich die Ärzte das nicht getraut“, berichtet die Mutter. Befragt, was sie denn werden wolle, überlegt Keke nicht lange: „Schauspielerin.“

Gut 50 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Down Syndrom aus dem Landkreis und aus der Region Hannover haben sich mit Eltern, Verwandten und Freunden zu dem Familienfest versammelt, um, von Oberbürgermeister (OB) Claudio Griese begrüßt, zu demonstrieren, dass sie gleichberechtigt und inklusiv in der Gesellschaft leben wollen. Und der OB bringt eine gute Botschaft mit: „Für die nächsten drei Jahre ist die Stelle eines Inklusionsbeauftragten gesichert, der bei der Lebenshilfe angesiedelt wird. Die Finanzierung wird für diese Zeit von der Aktion Mensch übernommen.“

Der Begriff „Downies“, wie die Menschen mit Trisomie 21 von manchen liebevoll genannt werden, wird nicht von allen Eltern wohlwollend akzeptiert. Manche empfinden ihn als diskriminierend und wollen keine Sonderbezeichnung für ihre Kinder. Sei’s drum – bei dem Familienfest zeigen die Downies im Rahmen einer von Sabine Krauthäuser einstudierten inklusiven Tanzdarbietung und dem Kinderchor der Awo-Kita Barchusen, dass sie gut mithalten. Viele von ihnen spielen konzentriert mit den vorhandenen Spielsachen, wiegen sich rhythmisch zur Musik und kommunizieren aufgeregt mit den anderen. Der 16-jährige David präsentiert sich mitten im Gewimmel als Balancekünstler auf einem nicht vorhandenen Seil, weicht geschickt einer Mutter aus und zeigt hohe körperliche Koordinationsfähigkeiten.

Für die Elterninitiative um Sabine und Stephan Buntrock, die selbst eine Tochter mit dem Down Syndrom haben, ist das Familienfest ein voller Erfolg, auch wenn am Ende der Auftritt des Chors Joyful Noise mit Bandleader Greg Perrineau in der Fußgängerzone vom Hagel abgebrochen wird.

Die inklusive Tanzgruppe von Sabine Krauthäuser (links) zeigt beim gut besuchten Familienfest der Elterninitiative „Up mit Down“ (Bild unten), dass auch Kinder mit dem Down Syndrom gut mithalten können.pr/wft



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