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Pflasterfest – Veranstalter trotz niedrigerer Besucherzahlen zufrieden

Mit Schirm, Charme und Sound

Hameln. Nicht schon wieder! Dabei fing der Sonntag so gut an. Sonnig, warm. Bis 14.30 Uhr. Dann traten die Menschen wie schon am Samstag die Flucht unter die Schirme an, zu den Ständen, die Überdachungen zu bieten hatten, in die Cafés, egal wohin, Hauptsache raus aus dem Regen. Das Wetter gab sich beim zweiten Pflasterfest alle Mühe, den Bands auf der Bühne die Show zu stehlen und brachte den Besuchern oft ein nasses Fell ein.

veröffentlicht am 01.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 11.08.2017 um 11:30 Uhr

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Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite

Am Freitag war alles in trockenster Ordnung. Wie schon im vergangenen Jahr zogen die „Dicken Kinder“ die Menschen zur Hauptbühne „mit fettem Sound“, wie sie beworben worden waren. Etwa zur selben Zeit wurden die Zuhörer, darunter etliche alteingesessene „Fury“-Fans, allerdings auf die Folter gespannt, weil Kuersche & Fury Members 45 Minuten für ihren Soundcheck brauchten – länger, als manchem lieb war. Trotzdem: Vor allen Bühnen war die Stimmung an diesem vergleichsweise lauen Abend bombig, nach dem Motto: „Endlich wieder feiern!“

Während am Samstagmorgen die Zuschauer die Starriders aus Bad Münder auch noch mit trockenen Händen eifrig beklatschen konnten, war am Abend Schluss mit Sonnenschein. Dann wanderte auch Dennis Andres’ Blick nicht nur von Bühne zu Bühne. Hamelns Stadtmanager, hauptverantwortlich für das Pflasterfest, schielte auch immer wieder aufs Regenradar. Das sah nicht gut aus. Und was sich dort anbahnte, kam auch runter. Als die „Urban Club Band“ auf der Hochzeitshausterrasse dann Vollgas gab, taten die dicken Regenwolken das Gleiche. Aber: „Die Leute haben sich einfach nass regnen lassen“, sagt Andres begeistert. „Das hat mir gezeigt, dass die Hamelner dieses Fest einfach wollen!“, so seine Schlussfolgerung.

Regen? Egal – wohlige Stimmung herrschte am Ende der Bäckerstraße, wo „Antóbohà“ südamerikanisches Flair mit ihrem Latin Jazz gegen den Nieselregen verströmte. Im Urwald ist schließlich auch nicht unbedingt besseres Wetter … Und am Münsterkirchhof hielt die heimelige Almhütte dagegen, von der aus Bäume und Vorplatz in warmes gelbes Licht getaucht wurden.

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  • „Kuersche“ und seine Band mit „Fury“-Mitgliedern legten erst mit Verzögerung los. fn

„Ab 20 Uhr sehr schön“, lautet dort Sabine Steuers Resümee. Sowohl am Freitag als auch am Samstag sei die Hütten-Ecke ab dann gut besucht gewesen. Andere Standbetreiber klingen nicht ganz so positiv. „Hälfte des Umsatzes vom letzten Jahr“, überschlägt Stefan Barkow, womit er in diesem Jahr rechnet. „Der Regen kostet Leute“, weiß auch Stadtmanager Andres. Und das geht auf die Einnahmen. „Klar“, sagt er weiter, „wir waren vom letzten Jahr drei Tage Sonnenschein gewohnt.“ Trotzdem seien die meisten Standbetreiber, mit denen er gesprochen habe, zufrieden mit dem Pflasterfest. Angesichts des „Regens war’s super“, lautet sein Fazit. Die Besucherzahl wird er voraussichtlich nicht konkretisieren. „Leute zu zählen ist schwierig, wenn sie bei Regen alle komprimiert unter den Ständen stehen, …“ Vielleicht folgt in den nächsten Tagen noch eine grobe Schätzung; über 100 000, wie im letzten Jahr, werden es jedenfalls nicht sein.

Ernüchternd ist Andres Aussage bezüglich eines Pflasterfestes im kommenden Jahr. Während Veranstalter eigentlich dazu neigen, am Ende zu jubeln und „na klar“ zu rufen bei der Frage, ob es ein nächstes Mal gibt, sagt er: „Weiß ich nicht.“ Eine positive Antwort hängt davon ab, ob erneut Sondernutzungsgebühren an die Stadt gezahlt werden müssen, die sie in diesem Jahr erhebt und ob die Sponsoren wieder mitziehen. „Wir müssen reden und gemeinsam eine Lösung finden“, sagt Andres Richtung Rathaus.

Sonntag, 16 Uhr, die Stadt ist gut gefüllt. Roger Pabst singt auf dem Münsterkirchhof – bei Sonne. Finekost gibt’s auf der Hochzeitshausterrasse – bei Sonne. Und Mellow Mark kann auf der Bühne an der Bäckerstraße durchstarten – bei, genau! Pflasterfest: 1, Wetter: 0!

Bildergalerien und Videos vom Pflasterfest auf dewezet.de



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