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Rapalje feiern in der Sumpfblume

Mit Sackpfeifen und Luftballons

HAMELN. Mit einem Rapalje-Konzert startete die Sumpfblume das dritte Jahr in Folge in die neue Veranstaltungssaison. Mit Erfolg, denn das holländische Quartett begeisterte seine Anhänger erneut mit abwechslungsreichem Irish Folk, heiteren Anekdoten und einem Sack voller Luftballons.

veröffentlicht am 13.01.2019 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 13.01.2019 um 21:10 Uhr

Holländisch-deutsche Party zum Start ins Veranstaltungsjahr: Rapalje auf der Sumpfblumen-Bühne. Foto: nl

Autor:

Natalie Laube
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Die holländischen Highlander im Kilt, die später auf der Bühne stehen werden, begrüßen ihr Publikum schon an der Kasse: Rapalje gibt es als Schriftzug auf die Hand gestempelt, dazu ein freundliches „Willkommen“. Gut gelaunt beantworten „Dieb“, Maceál, William und David Myles Fragen – und erfüllen später Musikwünsche bis kurz vor Mitternacht.

Lebhafte Weisen, ergreifende Balladen, beliebte Traditionals, werden multiinstrumental dargeboten – mit Geige, Flöten, Sackpfeifen, Akkordeon, Bodhrán, Teekisten-Bass und: Gitouki. Letzteres ist eine eigene Erfindung der Gruppe, zusammengebastelt aus Gitarrenkörper und Bouzouki-Hals. Vielleicht vom kreativen Streicher, der seinen eigenen Tartan trägt? Der Geiger nennt sich „Dieb“, denn: „Als Taschenräuber der Band könnte er dein Portemonnaie oder dein Herz stehlen“, schreibt die Webseite. Er singt auch den „Raggle Taggle Gipsy“, ein lebhafter Tune, der zu Fußbewegungen einlädt. Arme voller Luftballons wirft David, das „große Kind“ der Truppe, unter die Fans. Er kalauert über Mikrofone und bindet die Ballons unter dem Gelächter der Fans an die Pfeifen seines Dudelsacks. Das Instrument klingt trotzdem, wie es sollte, keltisch und laut. Als „Frauenfänger“ zieht der trommelnde Maceál in einer langen Zuschauerpolonaise überwiegend weibliche Fans auf die Bühne – zum Geburtstagsständchen für zwei Zuschauer. Besinnliche Stille herrscht bei „Caledonia“, Dougie MacLeans Ballade über Schottland. Als William, Metalhead der Truppe, mit geschmeidiger Stimme das Lied singt, bekommen viele Fans Gänsehaut, die keltische Hymne über Liebe, Leben und Verlust geht ins Blut. Wer es wagt, bei diesem Song zu stören, zieht sich prompt eine gezischelte Rüge um Ruhe zu.

Mit einer deutsch-holländisch gesungenen Variante von „Wat zullen we drinken“ und der A-cappella-Version vom „Wild Rover“ endet der Abend – unterhaltsam, wie er begonnen hat.



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