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Stadt will Problem mit vermüllten Altglascontainer endlich in den Griff bekommen

Mit Licht gegen Müllsünder?

HAMELN. Vor allem der Müll, der unerlaubterweise immer wieder im Umfeld von Altglascontainer abgeladen wird, sorgt bei vielen für Dauerärger. Und beschäftigt damit auch dauerhaft die Stadtverwaltung, die für dieses Problem endlich eine Lösung finden will. Mit Bewegungsmeldern und lärmgedämmten beziehungsweise unterirdischen Containern will die Stadt im Verbund mit der Kreisabfallwirtschaft der Sache endlich Herr werden.

veröffentlicht am 10.11.2017 um 20:28 Uhr

Die Altglascontainer an der Basbergstraße sind mal wieder vermüllt. Hier könnte bald eine durch Bewegungsmelder gesteuerte Beleuchtung installiert werden. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Mit zwei Ausnahmen seien inzwischen alle Altglascontainer durch lärmgedämmte Container ersetzt worden, der noch ausstehende Austausch werde noch erfolgen. Gestoppt wurde unterdessen die Einrichtung zusätzlicher Standorte für Altglascontainer. Wichtiger sei es, an den bereits bestehenden Standorten „befriedigende Lösungen zu erzielen“, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch im Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz erklärte. Dazu gehöre auch, nach Möglichkeit die vorhandenen Altkleider- und Altschuhcontainer mit den Altglascontainern an gemeinsamen Standorten zusammenzulegen. So soll die Reinigung und Überwachung vereinfacht und der Aufwand verringert werden. Allein in Afferde soll auf Wunsch des Ortsrats der ehemalige Standort am Eintrachtweg in modifizierter Form wieder eingerichtet werden. Allerdings sei noch zu klären, wer die damit verbundenen Kosten in Höhe von 6000 Euro zu tragen hätte. Für den Eintrachtweg sowie an der Basbergstraße werde zudem die Installation einer durch Bewegungsmelder gesteuerten Beleuchtung geprüft.

Darüber hinaus steht die Einrichtung sogenannter Unterflursammelsysteme im Raum, dabei handelt es sich um Container, die teils über-, teils unterirdisch aufgestellt sind. Pro Standort würden auf einer Fläche von mindestens acht Quadratmetern wenigstens zwei entsprechende Anlagen benötigt, eine für Weiß-, eine Grün- und Braunglas. Die Verwaltung meint, somit die Optik der Standorte deutlich zu verbessern, wodurch erfahrungsgemäß auch eine weniger starke Vermüllung der jeweiligen Plätze einhergehe. Aufgrund des größeren Fassungsvermögens müssten die Container auch seltener geleert werden.

In Abstimmung mit dem Ortsrat Afferde könnte auf dem Parkplatz des Supermarkts an der Hildesheimer Straße ein Unterflursammelsystem als Pilotprojekt eingerichtet werden. Diese Vorrichtungen haben allerdings ihren Preis: rund 18 000 Euro, die Personal- und Planungskosten noch nicht mit eingerechnet.

Die Stadtverwaltung sieht allerdings nicht ein, diese Kosten allein zu tragen, sondern möchte die Kreisabfallwirtschaft in die Finanzierung mit einbeziehen. Zu klären seien zudem noch die Zuständigkeiten und ihre entsprechende Kostendeckung. Ziel der Stadt sei es jedoch, die Standorte unabhängig von den Containerbetreibern und der städtischen Zuständigkeit „einheitlich zu betrachten“.

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