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Sie bieten nächtlichen Minusgraden Paroli: Viele Zwiebelblumen kann man jetzt schon pflanzen

Mit Frühlingsfarben gegen Winter-Tristesse

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen stellen sie sich wieder ein – die Frühlingsgefühle. Auch wenn der Winter noch längst nicht vorbei ist. Wer morgens die Scheiben seines Autos freikratzen muss oder den weißen Belag auf Wiesen und Dächern wahrnimmt, weiß: Nachts sinken die Temperaturen zwar nicht mehr ins Bodenlose, aber es ist immer noch empfindlich kalt. Zu kalt für zarte Blüten. Aber nicht mehr für Frühblüher. „Ja, man kann durchaus schon pflanzen“, bestätigt Uli Sporleder von den gleichnamigen Gärtnereien in Heyen und Bad Münder. Da nachts noch mit Frost zu rechnen ist, sollte man sich allerdings bei der Bestückung von Beeten, Terrassen-Kübeln oder Balkonkästen auf Frühlingszwiebelblumen beschränken.

veröffentlicht am 09.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 04:41 Uhr

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Die gibt es auf dem Wochenmarkt schon in reicher Auswahl und in vielen Farben. Gelb ist die sonnigste Farbe schlechthin. Sie lässt sich wunderbar mit allen anderen Tönen kombinieren und zum individuellen Frühlingsbekenntnis arrangieren. Was man jetzt schon problemlos rauspflanzen kann: „Hyazinthen, Tulpen, Osterglocken, Narzissen, Traubenhyazinthen, Tulpen, Winterlinge und Schneeglöckchen“, listet Sporleder auf und fügt hinzu: „Auch Hornveilchen, Stiefmütterchen oder Bellis machen sich auf Beeten schon sehr schön.“ Bis minus 5 Grad Celsius würden diese Gewächse mühelos „abwettern“. Anders sieht das bei Primeln aus: „Die sind empfindlicher“, weiß Sporleder. Ein bis zwei Minusgrade aber können auch sie vertragen.

Wer Kästen und Beete noch nicht bestücken möchte, sich aber trotzdem etwas Frühling vor der Haustür wünscht, ist mit einem fertig bepflanzten Korb oder einer Schale gut bedient. Alle Marktbeschicker, die mit Blumen und Pflanzen handeln, bieten zurzeit bunte Frühlingsgrüße als Sträuße oder in Schalen und Körben an. Der Vorteil so eines Korbes vor der Haustür: Man kann ihn in frostigen Nächten reinstellen und anderntags wieder rausbringen.

Ein Strauß holt den Frühling direkt ins Zimmer. „Aber auch hier kann man durchaus zu Topfblumen greifen“, erklärt Sporleder: „Es gibt Zimmerprimeln, die eine warme Stube mögen, doch auch Azaleen, Hortensien und Cinerarien sind hervorragend für drinnen geeignet.“

Cinerarien, die vom Volksmund auch wenig charmant als Asche- oder Läuseblume bezeichnet werden, erfreuen mit ihrem wunderschönen Blütenschmuck in fast allen Farben. Früher sagte man, sie würden Läuse anziehen, aber mittlerweile sind Züchtungen entstanden, die gegen Schädlinge nicht mehr so anfällig sind. Ascheblume soll die Cinerarie auch deswegen genannt worden sein, weil man sie nach der Blüte wegwirft. Zuvor aber ist sie auf jeden Fall ein langlebiger Augenschmaus im Haus.

Langlebig sind auch die Zweige von Kirsche, Weide, Kätzchen und Forsythie, die nicht erst zu Ostern Saison haben. Für hohe Bodenvasen bieten sich Zweige jetzt schon als preisgünstiger Zimmerschmuck an. „Es gibt sie schon alle“, sagt Uli Sporleder, „sogar Kastanienzweige.“ Sein Tipp für alle wintermüden Frühlingsfans: „Ein kunterbunter Strauß aus Tulpen oder ein Blumen-Mix.“ Farbe gegen Tristesse ist sein Motto. Das gilt auch für den Korb oder den Kasten vor der Tür: „Da gehören unbedingt Osterblumen wegen der gelben Farbe hinein“, meint Sporleder. Kombinieren würde er Osterglocken und Narzissen mit blauen Hyazinthen, bunten Hornveilchen und Tulpen in allen erdenklichen Farben.

Apropos: Auch ein Meer aus dicht an dicht stehenden und üppig blühenden Mini-Osterglocken erfreut das Herz. Nicht nur von Puristen.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

Ein bunter Mix aus Primeln, Osterglocken und Hyazinthen: Uli Sporleder setzt Farbe gegen Winter-Tristesse. Die rote Plastikblüte im Korb ist Deko und beliebig austauschbar. Wer zu einem Korb mit Primeln greift, sollte die nächtlichen Temperaturen im Auge behalten: Die bunten Frühlingsboten sind frostempfindlich.

Foto: Dana



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