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Häftling wird Landesvizemeister beim Rudolf-Achenbach-Preis / Wichtig für die Wiedereingliederung

Mit dem Kochlöffel den richtigen Weg gefunden

Hameln/Soltau (red). Beim Stichwort „Achenbach-Preis“ sind ambitionierte Kochlehrlinge in Deutschland sofort hellwach. Und mit ihnen ihre Ausbilder und Lehrer. In jedem Jahr ermitteln die Regionalvereine im Verband der Köche Deutschlands (VdK) in Vorentscheiden den besten Kochlehrling und entsenden den Sieger zu den Landesentscheiden für eine der höchsten Auszeichnungen, die es für angehende Köche gibt. Der Rudolf-Achenbach-Preis ist 1994 schon für Tim Mälzer zum Sprungbrett geworden.

veröffentlicht am 20.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 06:21 Uhr

Der Häftling Marius S. versteht es, den Kochlöffel meisterlich z
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Die Landesentscheidung der zehn niedersächsischen VdK-Zweigvereine fand jetzt in Soltau statt. Der Zweitplazierte und damit niedersächsische Vizemeister kocht in Hameln hinter Gittern: Erworben hat er seine Fähigkeiten am Herd der Lehrküche in der Jugendanstalt, wo er eine Haftstrafe verbüßt. Marius S. ist zusammen mit seinen Ausbildern und Küchenleitern Thomas Heimsoth und Olaf Neitz stolz auf das Abschneiden. Das sei auch ein tolles Ergebnis für den VdK-Zweigverein Hameln-Pyrmont, lobt dessen Vorsitzender Günther Börns: „Hier hat ein junger Mann die schiefe Bahn mit einer eindrucksvollen Kehrtwende verlassen. Mit den gezeigten Fähigkeiten und der Auszeichnung hat er nun eine berufliche Perspektive, für die wir ihm Glück wünschen.“

Basis ist die Kooperation mit der Selbert-Schule

Die Bedeutung der Lern- und Veränderungsbereitschaft der Gefangenen und eine gute Ausbildung als wichtige Faktoren für die Wiedereingliederung nach der Haft betont auch Wolfgang Kraske, Leiter der beruflichen Bildung in der JA. Der Fachbereichsleiter der Elisabeth-Selbert-Schule, Rainer Stieve, sieht die Basis solcher Erfolge in der Zusammenarbeit zwischen JA und Berufsschule in der Kochausbildung. Für Fachkundelehrerin Bettina Ideker, die Marius seit zwei Jahren unterrichtet, kam der Erfolg nicht überraschend. Ideenreichtum, Fleiß und Zielstrebigkeit habe der Lehrling schon während der gesamten Lehrzeit gezeigt.

In der Lehrküche der JA werden zurzeit 14 Köche ausgebildet. Zusätzlich werden neun junge Männer im Rahmen eines speziellen Entlassungsvorbereitungsprogramms zu Gastronomie-Servicekräften qualifiziert. Neben einem theoretischen Wettbewerbsteil entscheiden im Landeswettkampf vor allem die praktischen Fähigkeiten über die Platzierung.



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