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Hamelner Porträtfotograf Andreas Jorns präsentiert neuen Bildband

Mit dem Faible für Schwarz-Weiß

HAMELN. Wie kann man nur, fragt man sich unvoreingenommen. Wie kann einer all das, was ihm zweifelsohne ein sorgenfreies Leben garantiert, von heute auf morgen seiner großen Leidenschaft opfern und das Chefbüro eines erfolgreichen Unternehmensberaters mit dem Atelier eines freien Fotografen tauschen? Die 180-Grad-Wende hat Andreas Jorns nicht bereut. Heute ist der 52-jährige Hamelner in Deutschland ein gefragter Porträtfotograf. Jetzt stellte er in der Weinschänke Rohdental seinen neuesten Bildband vor.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 18:28 Uhr

Andreas Jorns präsentiert mit Katharina Danisch seinen neuen Bildband. Foto: hek

Autor:

Henner E. Kerl
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„Irgendwie passte alles nicht zu mir und vor allem nicht zu meinen Wünschen und Träumen“, blickt Andreas Jorns zurück. 1985 begann er in Hameln eine Lehre. Als Bankkaufmann verließ er 1987 seine Heimatstadt und arbeitete sich bei der Deutschen Bank in Wuppertal in eine Top-Position, ehe er im Jahre 2000 die Festanstellung aufgab. „Ich war dann zehn Jahre als Unternehmensberater selbstständig. Einige Zufälle, Umwege und schicksalhafte Begegnungen führten aber schließlich dazu, die Fotografie zum Beruf zu machen.“ Die Entscheidung sei weniger eine Kopfsache als ganz viel Bauchgefühl gewesen. „Wenn man es rational durchdenkt, hätte ich von dieser Idee eigentlich Abstand nehmen müssen. Doch ich habe das einzig Richtige getan.“ In Haan bei Düsseldorf hat sich Jörn ein Atelier eingerichtet und sich schnell einen Namen gemacht. Nicht nur als Fotograf, sondern auch als Fachbuchautor („Das Blitz-Kochbuch“), Herausgeber eines Fine-Art-Magazins („AJ“) und als Veranstalter von Workshops. Notgedrungen anfangs als Hochzeitsfotograf und für Werbeaufträge unterwegs, hat er sich früh auf Porträt- und Aktfotografie in Schwarz-Weiß spezialisiert und dabei seinen eigenen Weg und Stil gefunden. Weil er nicht die üblichen Klischees bedient und Fotografie zur Kunst macht. So wie in seinem neuesten Bildband „come undone“. Er bildet den Abschluss seines bisher größten und aufwendigsten fotografischen Projekts. Drei Jahre hat er Katharina Danisch mit seiner Nikon, Leica und Hasselblad begleitet. Dabei hat er vor allem auf Mallorca, Usedom, in Rotterdam oder in seinem Atelier mehr als 30 000 Aufnahmen geschossen, analoge wie digitale. In das 320 Seiten starke Buch wurden davon nur 200 übernommen. „Wir wollten einen Bildband mit authentischen, natürlichen und unverfälschten Aufnahmen, der echte Emotionen weckt“, erzählt Danisch. „Inszenierungen und künstliche Posen kamen für uns nicht infrage.“ Auch wenn über die Hälfte aller Fotos Aktbilder sind, nennt Jörns sein Werk „ein einziges großes Porträt“. Denn für ihn sei Aktfotografie die Vollendung der Porträtfotografie, und das erkennt der Betrachter an jedem der Fotos.


Bildband „come undone“: Groß-Format 28 x 35 Zentimeter, 320 Seiten, Hardcover, 200 großformatige s/w-Fotos; Preis: 75 Euro; Infos: www.ajorns.com

Dieses Porträt entstand auf Usedom. Foto: Jorns
  • Dieses Porträt entstand auf Usedom. Foto: Jorns
Dieses Porträt entstand in Rotterdam. Foto: Jorns
  • Dieses Porträt entstand in Rotterdam. Foto: Jorns


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