weather-image
10°

Mehrheit im Rat wagt neuen Vorstoß für mehr Verkehrssicherheit

Mit Blitz und Smiley gegen Raser

Hameln. Die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen lässt nicht locker: Sie will nach wie vor mehr Blitzer auf Hamelns Straßen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Und sie möchte weit mehr als nur die drei vorhandenen „Displayer“ einsetzen – Geräte, die dem Autofahrer anzeigen, wie schnell er gerade fährt, und das Einhalten der erlaubten Geschwindigkeit mit einem Smiley belohnen.

veröffentlicht am 17.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:21 Uhr

270_008_6605285_hm103_Dana_1809.jpg

Autor:

Christa Koch
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Weniger Lärm, weniger CO2-Ausstoß, mehr Sicherheit“, das verspricht sich Klaus Lamprecht von den Unabhängigen von diesem Vorstoß, sollte er denn in die Tat umgesetzt werden. Einmal waren er und seine Mitstreiter damit bereits gescheitert. „Aber unser Antrag befindet sich nach wie vor im Verfahren“, sagt der Wangelister. Gerd Paschwitz (CDU) ergänzt: „Blitzer dienen nicht der Abzocke, wie manche meinen, sondern in erster Linie der Verkehrssicherheit.“ Das sehe im Übrigen auch Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD) so, sagen die Ratsherren auch im Namen von Julia Maulhardt, der grünen Vorsitzenden des Umweltausschusses. „Rasen“, so die Politiker der Gruppe, „muss Konsequenzen haben.“ Paschwitz verweist in diesem Zusammenhang außerdem auf Empfehlungen des Verkehrsgerichtstages in Goslar, dessen Anregungen oft in die Gesetzgebung einfließen.

Auch wenn beide Politiker wissen, dass außerhalb ihrer Gruppe das Thema als erledigt angesehen wird, so wollen sie es doch „offensiv diskutieren und die übrigen Parteien mitnehmen“. Bei manchen Bürgern scheint das möglicherweise schon gelungen zu sein – zwar nicht, was das Blitzen angeht, wohl aber das Aufstellen der sogenannten Displayer. Paschwitz jedenfalls erklärt, es hätten bereits mehrere Hamelner die Bitte an ihn herangetragen, sich doch bitteschön für einen Displayer in ihrer Straße starkzumachen.

Mindestens acht bis neun solcher Geräte statt wie bisher nur drei seien wünschenswert, sagen die Ratspolitiker. Kosten: rund 1500 Euro pro Stück. Lamprecht ergänzt: „Sinnvoll ist dies allerdings nur bei Einfallstraßen wie der Pyrmonter Straße, der Fischbecker Straße oder in Wangelist.“ Oder auch an der Basbergstraße nach erfolgter Sanierung. Stattdessen habe er beobachtet, dass die Geräte von der Stadt Hameln in Nebenstraßen wie der Liegnitzer oder der Hunoldstraße eingesetzt worden seien. Immerhin begrüßen die Gruppenvertreter, dass auf den Schildern des Parkleitsystems Hinweise auf „faires Fahren“ zu finden sind, falls es in Hameln nicht gerade eine Großveranstaltung gibt.

Beim Thema Verkehr hat die Mehrheitsgruppe noch ein weiteres Anliegen: Die Verwarngelder aus Verstößen im ruhenden Verkehr, die Knöllchengelder wegen Falschparkens (jeweils rund 260 000 Euro in den Jahren 2011 und 2012), sollen nicht länger im allgemeinen Haushalt versickern, sondern zweckgebunden eingesetzt werden. Paschwitz denkt da zum Beispiel an die Jugendverkehrsschule, eine intelligentere grüne Welle mit einem Nachtprogramm („damit Autofahrer nicht sinnlos irgendwo bei Rot stehen, wo es gar keinen Verkehr gibt“) oder das Radwegenetz.

Diese „Displayer“ mahnen Autofahrer zu fairem Verhalten – manche Anwohner und auch Politiker wünschen sich mehr davon.Dana



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt