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64 Stände und Karussells werden für den Weihnachtsmarkt aufgebaut / Was ist eigentlich neu?

Mit allem Drum und Dran gab’s 126 Punkte

Hameln. Für Tannenzapfen gab’s zwei Punkte, für Kerzen, Windlichte, Kunstschnee und Weihnachtsglocken auch – jedes einzelne Kriterium von 13, die unter „Hüttenschmuck“ fallen, war der Stadt zwei Punkte wert. Für weihnachtliche Beleuchtung wurden zehn Punkte notiert, und vollständige Barrierefreiheit schlug mit der Höchstzahl 15 Punkten zu Buche. Von Letzterem konnte gestern zunächst aber keinesfalls die Rede sein. In der Osterstraße und am Pferdemarkt wurde gehämmert und gerufen, rangiert, koordiniert, blockiert. Der Aufbau des Weihnachtsmarktes ist in vollem Gange. Und auch auf dem Lütjen Markt zwischen Marktkirche und Hochzeitshaus tut sich wider Erwarten doch wieder etwas.

veröffentlicht am 15.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 15:41 Uhr

In der Osterstraße standen gestern Kranwagen und Lkw kreuz und quer –  eine Belastungsprobe für das Pflaster.
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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126 Punkte konnten die Betreiber, die sich mit ihrem Stand für den Hamelner Weihnachtsmarkt beworben hatten, erzielen. Die volle Punktzahl bei 28 Kriterien hat nach Aussage der Stadt ein Drittel der Bewerber erreicht. 141 Bewerbungen waren eingegangen, 64 Unternehmer können jetzt an ihren Hütten und Karussells zimmern oder zimmern lassen, auf dass zur offiziellen Eröffnung morgen in einer Woche alles fertig ist. Dann können sich die Besucher selbst ihr Urteil darüber fällen, ob die Hütten halten, was ihre Inhaber versprochen haben. Und ob die schon im Vorfeld vielfach kritisierten Veränderungen der Beliebtheit des Weihnachtsmarktes einen Abbruch tun.

Etes Hütte als beliebter Treffpunkt an der Emmernstraße ist weg, weil „beliebt“ eben kein „sachgerechtes Kriterium“ sei, so die Stadt, und auch Betreiber Stiller wird seine Würste in diesem Jahr nicht anbieten, Hotelier und Gastronom Güse (Café täglich) hat seine Bewerbung zurückgezogen – doch die anderen „Alten und Bewährten“ seien erneut mit von der Partie, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes. Auch der kleine Weihnachtswald der Jugendwerkstatt auf dem Lütjen Markt wird nun doch aufgebaut. Er hatte aufgrund des inzwischen beigelegten Streits zwischen der Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt als Organisator und der Stadt auf der Kippe gestanden. Jetzt habe aber die Stadt so „vernünftige Bedingungen geschaffen“, dass die Jugendwerkstatt doch im Boot ist, Handwerkliches aus Holz und Metall anbietet und das Expo-Café öffnet, sagt Klaus-Dieter Jösten.

Dazugekommen sind gerade mal drei Neue: ein Stand, an dem alles rund um Engel verkauft wird; ein weiterer Glühweinstand und FischMeyer aus Hameln. An dem Mix der Kategorien Speisen, Getränken, Süßwaren, Karussell und Kunsthandwerk habe sich laut Wahmes nichts geändert, denn „der ist in den Vergaberichtlinien festgelegt“. Danach sollen das Kunsthandwerk etwa 40, maximal 50 Prozent des Angebots ausmachen und die reinen Getränkestände maximal 10 Prozent.

Mit Einbußen bei den Besucherzahlen rechnet die Stadt nach eigenen Angaben nicht. Zwar hat der Weihnachtsmarkt aufgrund der Querelen eher für Negativschlagzeilen gesorgt, doch deren Wirkung lässt sich mit gutem Willen auch anders werten: „Man ist im Gespräch“, gibt Wahmes der landesweiten Berichterstattung über den Zoff eine andere Bedeutung. Letztlich hänge es hauptsächlich vom Wetter ab, ob die Menschen Lust auf Glühwein haben, auf Tannenzapfen, Kunstschnee, Kerzen, auf Weihnachtsglocken … Aber sollten wieder Tausende durch die Gassen schieben, wird es eines sicherlich nicht werden: „barrierefrei“.



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