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Hamelner und vier Kumpels schlagen sich tapfer bei RTL-Quizshow

Mit „Aal-Hinnerk“ auf Quotenfang: Fünf vom Fischmarkt gegen Jauch

Hameln/Köln. Am Ende triumphierten die Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt gegen Günther Jauch, machten aber dennoch eine lange Nase: Von den erspielten 119 000 Euro konnten sie nur 7000 mit nach Hause nehmen. „Macht nichts“, sagt Heiko Hoffmann, der „Aal-Hinnerk“ aus Klein Berkel: „Wir sind angetreten, um ein bisschen Spaß zu haben – mehr eigentlich nicht.“ Etwas geärgert haben sie sich dann zwar doch, als sie bei der 50:50-Chance auf Risiko spielten und den Kürzeren zogen, aber: „Die Erfahrung war super.“ Und die Begegnung mit Jauch auch. „Ein sehr sympathischer Typ, nett, umkompliziert, offen“, sagt Hoffmann, „und kein bisschen arrogant.“ Er habe ein enormes Allgemeinwissen, löse knifflige Aufgaben aber auch gern über Ausschlussverfahren – „und da ist er uns natürlich überlegen“, erkennt der gebürtige Hamelner neidlos an.

veröffentlicht am 06.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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5 gegen Jauch. Gemeinsam mit „Aal-Hinnerk“ gingen auch „Wurst-Herby“ Michael Brockmann aus Börry sowie „Wurst-Achim“ Achim Pfaff, „Nudel-Kiri“ Kiriakos Karagiavour und Thorsten Mey, Chef der Marktschreier-Veranstalter, in die Bütt. Aufgeregt? Na ja, nicht wirklich, meint Hoffmann: „Wir haben ja ständig mit vielen Menschen zu tun, da sind wir so schnell nicht nervös.“ Und auf den Mund gefallen schon gar nicht. Ein bisschen Magen-grummeln haben die fünf dann aber doch verspürt, als sie dem populären RTL-Quizmaster gegenüber saßen. Schließlich sei dieser nicht nur sehr schlau, sondern auch ausgesprochen schlagfertig. „Er ist eine Autoritätsperson.“

Vorbereitet haben sich die Marktschreier „nur mit ein paar Büchern“, erzählt Hoffmann, darunter auch das Werk „Unnützes Wissen“: „Da gibt es jede Menge nützliche Antworten auf viele Fragen.“ Und blamieren wollten sich die fünf Kumpels, die sonst so wortgewaltig, lauthals und witzig ihre Waren an den Mann (oder die Frau) bringen, natürlich nicht. „Haben wir auch nicht“, meint der gelernte Tischler rückblickend: „Wir sind denn auch mit einem sehr guten Gefühl nach der Show wieder nach Hause gefahren.“

Als er vor über 20 Jahren wegen seiner Entertainer-Qualitäten angesprochen wurde, ob er es nicht mal als Marktschreier probieren wolle, hatte der Hamelner gleich Spaß an dem Job. Aus Heiko Hoffmann wurde Aal-Hinnerk – und aus der Passion längst Profession. Klar, bei „Wer wird Millionär?“ möchte er nach den aktuellen RTL-Erfahrungen auch gern mal mitmachen: „Aber da kommt man ja nur schwer ran.“ Würde er bei einer Million Gewinn den „Aal-Hinnerk“ an den Haken hängen? „Nein“, lacht er, „aber viellicht ein bisschen kürzertreten.“ Denn: Marktschreier sei ein Knochen-Job. „Da muss man, egal, was passiert oder wie man sich fühlt, immer gut drauf sein. Und nach einer Woche auf Tour ist man dann am Montag platt.“ Aber: „Einmal Markt, immer Markt“, meint der 50-Jährige. Und so wird er auch weiterhin die Fischmarktbesucher landauf, landab mit Lausbubenlächeln und Kodderschnauze beglücken. Und mit seiner Stimme. Die hat er – wie alle Marktschreier – speziell trainiert: „Man muss über das Zwerchfell drücken und nicht über die Stimmbänder schreien“, erklärt er: „Da hat man zwar anfangs ein bisschen Magenschmerzen, aber es funktioniert.“ Und man dürfe nichts Kaltes trinken, weiß er.

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  • …und zusammen mit seinen Kumpels vom Hamburger Fischmarkt zu fünft gegen Günther Jauch und Oliver Pocher bei RTL. Fotos: boh/RTL

Bei Jauch haben die fünf Marktschreier jedenfalls für Quote gesorgt: 5,41 Millionen Zuschauer schalteten ein, das waren 970 000 Zuschauer mehr als am 23. Dezember.

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