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Die ersten „Highland Games“ in Hameln

Mit 70 noch mal Baumstämme werfen

Hameln. Wie eine Gewichtheberin sieht Carmen Eickhoff-Klouri nun wirklich nicht aus. Im Gegenteil. Dann geht die attraktive 38-jährige Journalistin aus Barsinghausen in die Hocke, fasst einen Baumstamm und wirbelt ihn mit einem Schrei hoch durch die Luft. Der Stamm dreht sich einmal um die Längsachse und landet nach einem Salto auf der Wiese des Übungsgeländes der britischen Pioniere an der Fischbecker Landstraße. „Super! Volle Punktzahl“, stellen die Kampfrichter anerkennend fest.

veröffentlicht am 23.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Einen Tag lang kämpften zehn Mannschaften mit je fünf Mitgliedern bei den ersten Hamelner Highland Games um Sieg und Platz. „Wir haben zwar das Drachenbootrennen, aber so was gab’s noch nie“, sagt Dietmar Pommerin von der Reservistenkameradschaft Wesertal. „Wir wollten ungewöhnliche Disziplinen anbieten wie Baumstammwerfen, Reifenzielwurf, Tauziehen, Heusackweitwurf oder Nägeleinschlagen“, so der 53-Jährige. Alles in vereinfachter Form, denn beim Jedermann-Wettbewerb sollen auch Frauen eine Chance haben. Die bewältigten die rustikalen Disziplinen nicht weniger gut als ihre männlichen Kollegen. „Immerhin bin ich zweifache Deutsche Meisterin“, stellt Carmen Eickhoff-Klouri klar. Sie ist Mitglied der 2007 gegründeten Mannschaft der „Highlander vom Deister“, die in Goltern sogar ein eigenes Trainings- und Wettkampfgelände haben. „Zwei- bis dreimal die Woche trainieren wir. Ein idealer Ausgleich zu meinem Schreibtischjob“, so die Journalistin. Nicht die Weite entscheide, sondern auf einen gelungenen Baumstammüberschlag komme es an, sagt sie. Und so ein Stamm könne schon mal bis zu 70 Kilo wiegen.

An diesem Samstag aber steht auf der Wiese an der Weser einzig der Spaß in Vordergrund. „Wir machen eine Tombola, in der es als Hauptpreis eine Waschmaschine zu gewinnen gibt“, so der Kreisorganisationsleiter der Reservisten, Christian Günter. Seine Kameraden haben alles vorbildlich organisiert, die Akteure und Zuschauer sind vom Gelände begeistert.

„Da gibt’s zwar im Vorfeld viel Papierkrieg mit der Bundesimmobilienanstalt, aber der Ort ist einfach wunderbar. Hoffentlich darf der künftig stärker genutzt werden.“

Am Ende des Tages haben Carmen und die Barsinghäuser in ihren roten Schottenröcken die Nase vorn. Die Herren vom TV Jahn Welsede werden Zweiter. „Tolle Leistung“, so die Sieger anerkennend. Schließlich sind einige der Welseder wie Dieter Werk schon 70 Jahre alt. „Was einen nicht hindert noch mal Bäume auszureißen und damit zu werfen“, lacht der.

Zu den ungewöhnlichen Disziplinen bei den Highland Games gehörten am Samstag Baumstammwerfen, Reifenzielwurf, Tauziehen, Heusackweitwurf oder Nägeleinschlagen.eaw



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