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Jürgen Trittin verrät den Hamelnern, wie sich „die Gier der Reichen“ positiv nutzen ließe

Mission Welt verbessern

Hameln. „Kann man mich hören?“ fragt der Hüne mit dem Mini-Mikrofon an der Wange. Ist es eine technische Probe – oder aber der Verzweifelungsruf eines Weltverbesserers? Der Mann war einmal Fraktionschef der Grünen im Landtag und Bundestag. Er war Landesminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Bundesumweltminister, Mitinitiator von Dosenpfand und Atomausstieg, Spitzenkandidat bei den Wahlen 2009 und 2013. Nun ist er noch Abgeordneter des Bundestages. Vor allem aber ist er das, was er immer war: Jürgen Trittin – der etwas steife, gerne dozierende grüne Besserwisser. In der Welt läuft es schlecht, es gäbe gute Möglichkeiten, das zu ändern, aber die Deutschen wollen ja „lieber nix riskieren“, bedauert er. Humoriges schießt bei dem Alt-Grünen allenfalls mal bei Spitzen gegen Feind und Freund hervor. Aber an diesem Abend im „Hamelner Forum“ geht der Göttinger auch damit sehr sparsam um. Baden-Württemberg erneut als „Waziristan der Grünen“ zu bezeichnen – wegen des angeblich zu wirtschaftsfreundlichen Kurses des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann –, das vermeidet Trittin nach den heftigen parteiinternen Watschen, obwohl es eigentlich in sein Thema passt. So greift er doch nur in die Schublade mit dem abgenutzten Griff, wenn er bemerkt: „Kanzlerin Merkel versteht Politik als Standortsicherung für Großunternehmen.“

veröffentlicht am 24.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Marc Fisser

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