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Neue Heimat für Umwelt und Klimaschutz: Ministerin Birgit Honé zu Besuch im „Grünen Labor“ in der Hamelner Stadtbücherei

Ministerin macht Geruchsprobe: So riecht fruchtbare schwarze Erde

HAMELN. Es gibt viele Ideen und erste Entwürfe: Aber obwohl das „Grüne Labor“ in der Hamelner Stadtbücherei zurzeit noch ein leerer Raum ist, lebt das Förderprojekt schon. Davon konnte sich die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, auf ihrer Sommertour in Hameln persönlich überzeugen.

veröffentlicht am 06.08.2021 um 09:00 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Ein packender Krimi, eine romantische Liebesgeschichte oder doch lieber die authentische Biografie eines großen Politikers? Die Stadtbücherei in der Pfortmühle in Hameln ist seit vielen Jahren eine ruhige Oase für Leseratten – und bald auch eine neue Heimat für Menschen, die sich für Umwelt- und Klimaschutz engagieren oder interessieren.

In einem etwa 100 Quadratmeter großen Raum in der zweiten Etage, wo früher Tausende Bücher in den Regalen standen, ist zurzeit noch ein leerer Raum. Hier entsteht in den nächsten Monaten ein „Grünes Labor“, das laut Oberbürgermeister Claudio Griese ein zentraler Begegnungs- und Lernort für Umweltkultur und Nachhaltigkeit werden soll: „Der Zeitpunkt, dieses Labor zu eröffnen, könnte nicht besser sein. Die Themen Klima-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind heute wichtiger denn je“, sagte Griese beim Besuch der niedersächsischen Ministerin Birgit Honé, die auf ihrer Sommertour in Hameln war, um sich das im Rahmen des Programms „Zukunftsräume Niedersachsen“ mit über 18800 Euro geförderte Projekt vorstellen zu lassen. „Eine stolze Summe. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, bedankte sich Hamelns Oberbürgermeister persönlich bei der Ministerin für die Fördergelder, ohne die das Projekt wohl nicht möglich gewesen wäre.

„Ich bin davon überzeugt, dass das Geld hier gut angelegt ist“, sagte Honé nach den Vorträgen von Fachbereichsleiterin Dorothee Esser-Link und Susanne Wilhelms, kommissarische Leiterin der Stadtbücherei, die das Projekt „mit ganz viel Herzblut und Leidenschaft vorgestellt haben“. Die Ministerin war sichtlich beeindruckt, dass so kurz nach dem Start schon 29 Kooperationspartner die Planungen für das „Grüne Labor“ unterstützen – unter anderem die Kreisverbände des BUND und Nabu, „Fridays for Future“ und viele weitere Organisationen, Einrichtungen und Schulen aus dem gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont.

„Darauf sind wir sehr stolz“, sagte die kommissarische Leiterin der Stadtbücherei, die von einem Dominoeffekt sprach: Durch die Mund-zu-Mund-Propaganda machen laut Wilhelms immer mehr Teilnehmer mit. Einer davon ist der engagierte Umweltschützer Rainer Sagawe, der die Gelegenheit nutzte, der Ministerin die Ziele des Förderverein Terra Preta vorzustellen und zu erklärten, wie man aus grüner Biomasse, Dung und Pflanzenkohle fruchtbare schwarze Erde herstellen kann. Dafür könnte der von der Kreisabfallwirtschaft gesammelte Grünschnitt verwertet werden. Das sei nicht nur gut für eine ökologische Bodenbewirtschaftung ohne Chemie, sondern reduziere auch das Treibhausgas CO2 in der Atmosphäre.

Die Schwarzerde, die Sagawe in einem Eimer mitbrachte, „riecht wie Waldboden“, sagte die Ministerin. Dass sich Organisationen im „Grünen Labor“ für Klima- und Umweltschutz engagieren und vernetzen wollen, ist laut Honé „eine tolle Idee. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt weiterentwickelt“. Die Eröffnung des „Grünen Labors“ ist zwar erst Anfang nächsten Jahres geplant, aber einige Mitmachaktionen für Familien mit Kindern gibt es bereits: Ruth Henning liest zum Beispiel die Geschichte der abenteuerlichen Reise eines kleinen Samenkorns, das zu einer schönen Blume heranwächst und Isabell Behrendt pflanzt mit den Kindern dann ein Samenkorn ein und zeigt, wie man ein kleines Gartenheftchen mit Anleitungen zum Pflanzen faltet. So soll bei Kindern auf spielerische Art und Weise das Interesse an der Natur und Umwelt geweckt werden…



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