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Sulzer Pumps wächst erfolgreich

Millionenumsätze auf dem Hefehof

HAMELN. Ein Millionenauftrag für Turboverdichter, die Sauerstoff in Kläranlagen drücken, um die dort arbeitenden Bakterien am Leben zu erhalten, wird derzeit von dem in Hameln ansässigen Vertriebsbüro der Sulzer Pumps Wastewater Germany GmbH abgewickelt. Eine Großkläranlage hat jetzt 16 dieser Verdichter bestellt.

veröffentlicht am 26.06.2017 um 12:29 Uhr
aktualisiert am 26.06.2017 um 16:40 Uhr

Beraten im Team die Auftragsabwicklung: (v.l.n.r.) Heinrich Steinmeier, Markus Schaper, Vertriebsleiter für Turboverdichter Hartmut Begemann, Johannes Wiemers, Stephan Kunert. Foto: Blesius/pr

Autor:

WOLFHARDT F. TRUCHSESS
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„Derzeit arbeiten wir einen Auftrag der Stadt München ab, die für die Großkläranlage Gut Marienhof 16 dieser Verdichter bestellt hat“, berichtet Hartmut Begemann, der Leiter des Sulzer-Büros auf dem Hefehof.

Begemann ergänzt: „Im Jahr 2016 haben wir schon das zweite Münchener Großklärwerk Großlappen modernisiert und auch das Klärwerk Geiselbullach bei München mit den Turboverdichtern ausgerüstet.“ Den Auftragswert für Gut Marienhof beziffert Begemann auf rund vier Millionen Euro.

Produziert werden die Geräte für den Sulzer-Konzern im finnischen Kotka, wo etwa 800 Menschen beschäftigt sind. Im Vergleich dazu ist das Hamelner Vertriebsbüro sehr klein. Fünf Beschäftigte sind es einschließlich des Vertriebsleiters. „Aber wir verstärken gerade unsere Mannschaft“, erklärt Begemann. „Zum 1. Juli kommen zwei weitere Mitarbeiter dazu: ein Elektromeister für die Montage und für den Vertrieb ein Diplomingenieur der Fachrichtung Maschinenbau.“ Und sein Büro suche weitere Fachkräfte, erklärt Begemann. „Wir brauchen vor Elektroingenieure und Servicetechniker. Und die sind hier kaum zu kriegen.“

Ein Turboverdichter, wie er in Kläranlagen zum Einsatz kommt. Foto: Sulzer/pr
  • Ein Turboverdichter, wie er in Kläranlagen zum Einsatz kommt. Foto: Sulzer/pr

Im Jahr 2009 war das Vertriebsbüro in Hameln gegründet worden und hat seither eine ganze Reihe Großaufträge für den Sulzer-Konzern akquiriert. „Wir haben Kläranlagen in Dresden und Chemnitz mit Aufträgen im Wert von jeweils 1,5 Millionen Euro ausgestattet“, blickt Begemann zurück. „Auch die Kläranlage Hamburg Kölbrand hat bei uns Turboverdichter in diesem Wert bestellt.“ Mit den Geräten würden laufend Kläranlagen saniert und darüber hinaus veraltete Anlagen modernisiert.

Die Technologie sei noch verhältnismäßig jung, berichtet Begemann. „Sie wurde erst im Jahr 1995 an der Universität von Helsinki in Finnland entwickelt.“ Der Vorteil an den HST-Turboverdichtern – HST steht dabei für Highspeedtechnologie – sei die wartungsfreie Lagerung in einem Magnetfeld. „Denn so eine Maschine läuft 24 Stunden am Tag, 8760 Stunden im Jahr.“ Da müsse die mechanische Beanspruchung so niedrig wie möglich sein.

Den Umsatz seines Büros schätzt er für dieses Jahr auf 80 Geräte. „Wir erwarten dabei mindestens einen mittleren zweistelligen Millionenumsatz.“ Schließlich gebe es in Deutschland etwa 9600 kommunale Kläranlagen. Hinzu kommen außerdem noch die entsprechenden Anlagen in der Industrie. So würden die Turboverdichter beispielsweise auch in Papierfabriken mit Vorkläranlagen zum Einsatz kommen. Ein weiteres Wachstum sei für das Büro also programmiert.

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