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Koss kündigt Erhaltungskonzept als Diskussionsgrundlage an / Freibadesaison beginnt am 2. Mai

Millionensumme für die Hamelner Bäder ?

Der Frost hat im Schwimmbecken des Südbades seine Spuren hinterlassen: Derzeit werden die defekten Fliesen ausgewechselt.

veröffentlicht am 08.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 13:41 Uhr

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Foto: Wal

Hameln (HW). Die Politik streitet um die Zukunft der Hamelner Bäder. Einmal mehr hat die CDU beantragt, dass die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Kombibades unter finanzieller Beteiligung der Stadt in Auftrag geben möge – und einmal mehr sind die Christdemokraten von der Mehrheitsgruppe ausgebremst worden. SPD, FDP und Grüne vertreten die Ansicht, dass ein privater Investor auch die Kosten für ein Gutachten übernehmen müsse.

Auch Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann lehnte die CDU-Forderung ab. Die Verwaltungschefin verlangt „einen Konsens der Politik“ über die drei in Hameln bestehenden Bäder: Das Südbad, das Waldbad in Sünteltal und das Hallenbad Einsiedlerbach. „Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass es Wille ist, die drei bestehenden Bäder für ein Neues aufzugeben und ein Gutachten zu bezahlen“, erklärte Lippmann vor dem Finanzausschuss und unterstrich noch einmal ihre Forderung nach einem „Signal aus der Politik“. Die CDU hatte zuvor die hohen Sanierungs- und Wartungskosten ins Feld geführt und für einen Neubau plädiert.

„Die Hamelner Bäder sind nicht so schlecht, wie sie teilweise dargestellt werden. Ich halte nichts davon, das Nest zu beschmutzen“, sagte Erster Stadtrat und Baudezernent Eckhard Koss. Er kündigte ein von der Verwaltung erstelltes Bädererhaltungskonzept an, das in etwa 14 Tagen den Fraktionen zugeschickt werden soll. „Dabei handelt es sich um eine eigene Arbeit der Verwaltung, die die allgemeine Situation darstellt und in die auch vorliegende Gutachten einfließen werden“, sagte Koss. Darin berücksichtigt seien auch die 17 im Landkreis Hameln-Pyrmont existierenden Bäder und der geplante Tündern-See. „Diese Faktoren dürfen nicht unberücksichtigt bleiben, wenn man in eigener Sache arbeitet“, erklärte der Baudezernent. Nach Fertigstellung des Entwurfes solle in den Fraktionen fachkundig über den Bäder-Bedarf in Hameln diskutiert werden. Koss räumte ein, dass es für das Südbad größeren Sanierungsbedarf gebe. „Aber es ist nicht so, dass die Probleme nicht in den Griff zu kriegen wären“, fügte er hinzu, ohne den finanziellen Aufwand zu beziffern.

Die CDU fürchtet, dass für die Sanierung und Unterhaltung der drei Bäder Millionensummen auf die Stadt zukommen. Letztlich einigten sich alle Fraktionen darauf, das Bädererhaltungskonzept abzuwarten, um dann in die Diskussion einzusteigen.

Derweil laufen im Hamelner Südbad die Vorbereitungen auf die am 2. Mai beginnende Freibadesaison auf Hochtouren. Stadtbedienstete bessern zurzeit Fliesen aus, regulieren Platten und erledigen Wartungsarbeiten an der Heizungsanlage und der Bädertechnik. Ob der harte Winter das dafür vorgesehene städtische Budget übersteigen wird, ist noch nicht absehbar. „Das können wir erst sagen, wenn alles wieder in Ordnung ist“, sagte Franke Schaper aus der Bäderabteilung des Rathauses.

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