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Sanierungsbedarf an etlichen Gebäuden

Millionen fließen in Sporthallen

HAMELN. Die Sporthalle an der Königstraße darf vorübergehend nicht betreten werden; an der Turnhalle im Hohen Feld helfen sich die Sportler zum Teil mit Wassereimern aus. Dort tropft es zeitweilig: Das Dach der Halle ist undicht.

veröffentlicht am 29.11.2017 um 16:44 Uhr
aktualisiert am 29.11.2017 um 18:20 Uhr

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Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Und in der Rattenfängerhalle funktioniert seit längerem schon die Anzeigetafel nicht mehr zuverlässig. Beispiele, mit denen sich Schulen und Vereine alltäglich konfrontiert sehen. Hat die Stadt ein Problem mit ihren Sportstätten?

„Derzeit nicht“, ist von der zuständigen Fachabteilung im Rathaus, der Zentralen Gebäudewirtschaft, zu hören, auf die Nachfrage, ob neben der momentan gesperrten Südstadt-Sporthalle weitere Hallen in der Nutzung eingeschränkt seien. Ausweichmöglichkeiten müssten lediglich für die Königsstraße gefunden werden, heißt es weiter.

In der Südstadt hatte die Stadt in der vergangenen Woche die Sperrung angeordnet, weil sich Staub auf dem Hallenboden abgesetzt hatte. Woher dieser Staub kommt, sei weiterhin unklar. Magnesium oder unzureichende Reinigung als Ursache hatte die Verwaltung frühzeitig ausgeschlossen. Begründet wurde die Sperrung mit der Unfallgefahr für Sporttreibende, die sich auf dem rutschigen Untergrund darstelle. Voraussichtlich, so lautete die Prognose einer Stadtsprecherin, sei die Halle vorerst bis zu den Weihnachtsferien nicht zu betreten. Auf Nachfrage heißt es nun: Die Analyse des Staubs laufe noch. Sie habe letzten Montag stattgefunden. „Das Ergebnis liegt frühestens in einer Woche vor.“

Im Hohen Feld ist die Nutzung der Sporthalle zwar nicht eingeschränkt, so die Rathaussprecherin, aber es kann hier „jederzeit wieder zu Wassereintritten kommen“. Grund ist das Metalldach des Gebäudes, das in Bewegung ist, wie sie ausführt. Somit würden Anschlüsse auf dem Dach immer wieder reißen. Die Folge: Bei Regen läuft das Niederschlagswasser durchs Dach auf den Hallenboden. „In der Regel“ sei das nicht so erheblich, dass die Halle am Hohen Feld schon hätte geschlossen werden müssen. „Der Sportbetrieb konnte weiterlaufen.“

Wie dringlich die Reparatur des Daches aber ist, wurde jüngst im politischen Fachausschuss klar. Mit gut einer halben Million Euro für die Sanierung am Hohen Feld rechnet die Stadtverwaltung. Mit Blick auf die Haushaltslage hatte die Gruppe von SPD, Linken und Grünen deshalb vorgeschlagen, die für 2019 geplante Baumaßnahme um ein Jahr zu verschieben. In der Sitzung verwies auch Stadtbaurat Hermann Aden auf die Problematik des Metalldachs hin. Provisorisch flicken sei hier schwerlich möglich, das Dach müsse in Gänze erneuert werden. Endgültig entschieden hat die Politik den Zeitpunkt der Sanierung für die Halle Hohes Feld allerdings noch nicht.

Klar ist unterdessen, dass an der Sporthalle in Tündern im kommenden Jahr der vierte Bauabschnitt der umfangreichen Modernisierung anläuft. 790 000 Euro sind hier für die Jahre 2017 und 2018 angesetzt. Und auch in Klein Berkel geht es voraussichtlich ungeachtet der Haushaltslage weiter: „Für 2019 ist die Sanierung des Sportbodens und des Prallschutzes geplant“, heißt es vonseiten der Stadt. 350 000 Euro sind laut Verwaltung hier eingeplant. Grundlegend saniert worden ist die Halle in Klein Berkel bereits in den letzten Jahren. 2019 soll auch aus Sicherheitsgründen die Sporthalle der Klütschule saniert werden. Auch hier soll der sogenannte Prallschutz verbessert werden. Kosten: geplante 750 000 Euro. Noch nicht in der Investitionsplanung terminiert ist die Sanierung der Sporthalle der Wilhelm-Raabe-Schule. Die Verwaltung plant derzeit mit rund 1,2 Millionen Euro Sanierungskosten.

Eine weitaus kleinere Sorge dürften die Sportstätten-Verwalter mit der Rattenfängerhalle haben. Die Anzeigetafel sei über 30 Jahre alt, hieß es im Fachausschuss, und laufe nicht mehr zuverlässig. Auf Antrag von Rot-Rot-Grün wurde beschlossen, die angepeilten Kosten von 40 000 Euro auf 3000 zu reduzieren. „Für das Geld wird ein leistungsstarker Beamer angeschafft, mit dem Punktestände auf einer leinwand angezeigt werden können“, begründete die Gruppe. Eine Entscheidung steht aus.



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