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Grundstücksmarktbericht: Wohnhäuser sind gefragt – Eigentumswohnungen weniger

Mietest du noch oder kaufst du schon?

Hameln. Mieten oder kaufen? Eine Frage, die sich seit der Wirtschafts- und Finanzkrise lohnt. In Deutschland boomt der Immobilienmarkt. Die Zinsen sind extrem niedrig, die Wohnungsbaudarlehen überaus günstig.

veröffentlicht am 31.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Wie der Boom wo ankommt und ob sich Bauen in jedem Fall lohnt, ist die zweite Frage. Zwischen Großstadt, Mittelzentrum und ländlicher Region gibt es große Unterschiede. In Hamburg und München laufen die Preise längst davon, auch in Hannover gehen sie durch die Decke. Sogar Mittelzentren erleben gerade einen Boom. In Hameln kann man mit viel gutem Willen zumindest von einem Mini-Boom sprechen – allerdings nur in Teilbereichen. Von 147 auf 169 Millionen ist der Wert der gehandelten Immobilien nach Auswertung des Grundstücksmarktes durch den Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hameln-Hannover (GAG) im Landkreis Hameln-Pyrmont im letzten Jahr gestiegen. Das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Kaufverträge stieg von 1767 auf 1793.

Besonders gut verkauften sich Reihenhäuser und Doppelhaushälften, plus 9,5 Prozent beträgt die Umsatzentwicklung – bei gestiegenen Preisen um 1,8 Prozent. Mit insgesamt 731 Verkäufen stieg der Umsatz auf den höchsten Stand der letzten Jahre. Auch Ein- und Zweifamilienhäuser sind gefragter: Um fünf Prozent legte hier der Umsatz zu. Der Verkauf dieser Immobilien ist der sowohl vom Verkaufs- als auch vom Geldvolumen umsatzstärkste Markt. Durchschnittlich 122 000 Euro muss in Hameln für ein leerstehendes Einfamilienhaus gezahlt werden. Die Durchschnittspreise im Landkreis schwanken zwischen 100 000 für ältere und 245 000 Euro für fast neue Häuser.

Eine Spanne, die bescheiden wirkt, wenn man die Preise für Ein- bis Zweifamilienhäuser mit Hannover vergleicht: 246 000 Euro zahlt man dort im Schnitt für ein Haus, das zwischen 1946 und 1969 gebaut wurde. 180 000 muss der Käufer in der Regel in der Region um Hannover berappen. In Hildesheim zahlt man für ein ähnliches Objekt 115 000 Euro und in Schaumburg 113 000 Euro. Der Quadratmeterpreis liegt in der Region Hannover bei 1300 Euro, in Hannover selbst bei 1750 Euro und in Hameln bei 826 Euro. Fazit: Der moderne Bürger ist bereit, für die Annehmlichkeiten urbanen Lebens einen hohen Preis zu zahlen. Eine Tendenz, die nur bei den Ein- und Zweifamilienhäusern leicht zu sinken scheint. Ähnlich sieht es beim Bauland aus, das es in Hannover für satte 239 Euro pro Quadratmeter angeboten wird, in Hildesheim für 158 und in Hameln für 83 Euro. Rinteln ist mit 66 Euro dabei, Bad Münder mit 68 Euro.

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Mehrfamilienhäuser waren nach steigenden Umsätzen 2013 im letzten Jahr weniger nachgefragt, und kaum verkauft wurden gebrauchte Eigentumswohnungen. Sie hatten 2014 ein Minus von knapp 20 Prozent zu verzeichnen. Die Anzahl verkaufter neuer Wohnungen bewegte sich auf gleichbleibendem Niveau, immerhin gab es hier Preissteigerungen von 30 Prozent. Ein Hinweis darauf, dass moderne Wohnungen in Toplage weiterhin gefragt sind.

Inwieweit sich die leeren Britenwohnungen und -häuser am Markt niederschlagen, bleibt abzuwarten. Derzeit ist ihr Verkauf nach Informationen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben geblockt, da das Land Niedersachsen mit der Stadt derzeit darüber verhandelt, in den Gebäuden möglicherweise Asylanten unterzubringen.



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