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Laut Superintendent gibt es mehrere Interessenten für Jugendwerkstatt-Gebäude

Meyer: Verkaufsgespräche laufen

Hameln (rom). Für das Gebäude der Jugendwerkstatt gibt es nach den Worten von Superintendent Philipp Meyer mögliche Käufer. „Es wurden bereits Gespräche mit mehreren Interessenten geführt“, sagte Meyer beim jüngsten Kirchenkreistag. Um wen es sich handelt, wollte der Kirchenkreis nicht verraten. Auch über einen möglichen Kaufpreis wollte er nicht spekulieren.

veröffentlicht am 25.01.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 18:41 Uhr

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Unterdessen trat gestern ein hinter vorgehaltener Hand oft genannter Interessent entsprechenden Gerüchten entgegen: die Hochschule Weserbergland. Es sei kein Ziel der Hochschule, „in irgendeiner Art und Weise etwas zu kaufen“, sagte Vizepräsident Prof. Dr. Hans Ludwig Meyer auf Anfrage. Die Hochschule sei „im Moment glücklich an ihrem Standort“. Sie baut derzeit eine Etage in der alten Nudelfabrik aus. Platznot habe sie derzeit nicht, sagte Prof. Meyer. Außerdem bestehe eine Kooperation mit der Handelslehranstalt. Auf die Jugendwerkstatt sei die Hochschule nicht angewiesen.

Der Verkauf des Jugendwerkstatt-Gebäudes soll Geld in die Kassen spülen, denn die Einrichtung ist klamm. Erste Anzeichen dafür, dass sie ins Schlingern gerät, kamen spätestens 2010 auf. Gründe dafür gab es mehrere: So wohnen weniger junge Menschen in Hameln. Viele von ihnen fanden auch einen Ausbildungsplatz. Die Zahl derjenigen, die noch von der Jugendwerkstatt betreut werden mussten, ging zurück. Seit 2004 schreibt die Agentur für Arbeit die Maßnahmen der Jugendberufshilfe außerdem öffentlich aus. Auch weil die Mitarbeiter der Jugendwerkstatt tarifgerecht bezahlt werden, konnten häufig Konkurrenten ihre Maßnahmen billiger anbieten.

2010 beschlossen Kirchenkreisvorstand und Jugendwerkstatt erste Sanierungsmaßnahmen. Ende des Jahres galten diese aber als gescheitert. 2011 geriet der damalige Leiter Klaus-Dieter Jösten wegen Unregelmäßigkeiten in die Kritik. Der Kirchenkreisvorstand setzte ihn daraufhin vor die Tür. Im selben Jahr beschloss der Kirchenkreistag ein Sanierungskonzept. Die Jugendwerkstatt ging daraufhin im Januar 2012 in die Rechtsform von zwei gGmbHs über. Doch der Plan ging nicht auf. Im November 2012 drohte die Zahlungsunfähigkeit. In der Kasse fehlte eine halbe Million Euro. Der Kirchenkreistag zog die Notbremse und entschied, die Werkstatt zu verkleinern und das Gebäude zu verkaufen.

„Sollte es möglich sein, dass die Jugendwerkstatt als Mieter weiter in den jetzigen Räumen tätig ist, wäre das natürlich die beste Lösung“, schreibt Meyer in seinem Ephoralbericht. Ein Umzug in andere Räume sei zwar aufwendig, im Notfall aber möglich.



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