weather-image
14°
Der Kult-Song für das Wacken-Festival stammt aus der Feder des Hamelners Olaf Stern

Metal-Hymne von einer „rockenden Ratte“

Hameln. Echt heavy, die martialisch-mystischen Namen, die Logos und die Musik. Und die Fans, sie tun es den wummernden, lautstärken-orientierten Musikern selbstverständlich gleich. Kleiden sich düster, brüllen Shouts, strecken energisch die Arme in den Himmel, um mit der „Pommesgabel“ (Zeigefinger und kleiner Finger sind ausgestreckt) jenes Gemeinschaftsgefühl zu manifestieren, das die Metaler zusammenschweißt. Wie dem auch sei. Das Handzeichen – das ist das eine. Das andere Erkennungsmerkmal kommt jetzt als „Lobgesang“ daher: Wenn nämlich am 30. Juli im schleswig-holsteinischen Wacken das nach Angaben der Veranstalter weltgrößte Metalheads-Festival zum 20. Mal steigt, dann wird den 80 000 Fans erstmalig auch eine Hymne präsentiert – und die stammt aus der Feder von Olaf Stern: „We are the Metalheads“ lautet der Titel der Hymne, die auch als CD im Handel erhältlich sein wird.

veröffentlicht am 06.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 14:21 Uhr

Sie singt seine Hymne für das Wacken-Festival: Metal-Queen Doro

Autor:

Alda Maria Grüter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Idee kam beim Telefonieren

„Die Idee dazu ist mir aus dem Stand gekommen, während eines Telefonats“, sagt der gebürtige Hamelner, der sich als „eine waschechte, rockende Ratte bezeichnet“ und seit sieben Jahren bundesweit verschiedene Marketing-Projekte im Musik- und Unterhaltungsbereich auf die Beine stellt. Aber nicht nur das: Der 37-Jährige ist Ideengeber und Markeninhaber der Möbelmarke „Rockdog“. Und auch das hat indirekt mit Musik zu tun: Denn ob Spüle oder Kleiderschrank – mit den Möbeln, die allesamt Flightcases nachempfunden sind, und die Stern nach eigenen Vorstellungen entwirft, kann sich jeder Rockfan sozusagen das Open-Air-Feeling in die eigenen vier Wänden holen.

Zurück zum Wacken Open Air (W:O:A): Wie hört sie sich denn nun an, die Wacken-Hymne, die es – zumindest von deren Bedeutung für den Wacken-Besucher und Metaler her – glatt mit stolzen Hymnen großer Nationen aufnehmen könne? Und worum geht es darin? Olaf Stern klappt seinen Laptop auf, spielt eine Hörprobe ab. Wie Peitschen knallen die Riffs. Dennoch klingt der Song erstaunlich melodisch: „We are“ singt eine weibliche Stimme wiederholte Male, bis sie es endlich rausrückt: „We are the Metalheads, you think, we are crass, but we kick ass. We are, we are the Metalheads, we don’t wanna sound like you, b’cause our life is true“. Und da wären wir schon beim Inhalt der Hymne, die Metal-Queen Doro Pesch singt: „Text und Melodie transportieren 1:1 das Lebensgefühl und die Lebenseinstellung der Metaler“, sagt Olaf Stern. Soll heißen: „Metal steht wie Rock’n’Roll dafür, das Leben pur und frei zu empfinden. Es geht um echte Gefühle und wahre Werte“. Was bedeuten denn schon Autos, Villen und andere Statussymbole? Aha. Den „Spießern“ wird also der Spiegel vorgehalten. Und das hört sich so an: „This is our walk on a rose, between bloom and thorn, our lifelong overdose, this life will never end, before our footsteps touch another land, your sparkling car belongs to your top five, what we see is your life of lies, our way is true, so fucking true, our way, with or without you.“

So ausdrucksstark wie das Outfit der Metaler und die Namen der Metal-Bands, so ausdrucksstark sind auch die Worte... Olaf Stern lächelt und meint, das alles sei im Grunde völlig harmlos. „Kick ass“ sei übrigens der gängige Ausdruck für „das rockt“. Überhaupt solle man Abstand nehmen von den landläufigen Klischees: Metaler seien in Wirklichkeit doch „ganz liebe, friedliche Menschen“. Und kaum ein Konzert liefe so reibungslos und ohne größere Zwischenfälle ab wie das Festival in Wacken. Wer sich davon persönlich überzeugen will, hat diesmal allerdings nicht die Gelegenheit, denn das Spektakel, bei dem unter anderem „Anthrax“, „Hammerfall“ sowie „Machinehead“, „Motörhead“ und die besonders bei den 15- bis 25-Jährigen stark angesagte Band „Bullet for my Valentine“ auftreten, ist längst ausverkauft. Aber dann wäre da ja noch das Tochter-Festival, für das es noch Karten gibt: „Wacken Rocks“ in Aurich (28. bis 30. August) und in Rieden-Kreuth (27. bis 29. August).

Informationen zum Wacken-Festimal finden Sie im Internet unter www.wacken.com und www.wacken-rocks.de.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt