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Endphase der Sanierung in der Osterstraße zieht sich / Jetzt müssen noch Rohre verlegt werden

Menschen und Maschinen auf engstem Raum

Hameln (CK). Die Anlieger im unteren Drittel der Osterstraße müssen in den letzten drei Tagen wahrhaft paradiesische Zeiten erlebt haben: Was fehlte, war der Lärm. Lärm, dem sie sich seit einer gefühlten Ewigkeit ausgesetzt fühlen. Seit nämlich die Erneuerung der Fußgängerzone sich mehr und mehr in Richtung Tunnel „Grüner Reiter“ bewegt. Kein Wunder: Hier ist es besonders eng, kommt die Pflasterkolonne, die die hässlichen Waschbetonsteine gegen Granit austauschen soll, nur schrittweise voran, obwohl die Männer ihr Bestes geben und zeitweise sogar an Samstagen arbeiten. Nur eben – auf Wunsch der Geschäftsleute übrigens – nicht freitags und nicht an Sonntagen.

veröffentlicht am 02.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 01:41 Uhr

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Kritisch war die Situation für einige Anlieger hingegen am vergangenen Donnerstag: Ein Restpostengeschäft sollte zum Beispiel mit neuer Ware beliefert werden, nur wusste der Lkw-Fahrer offenbar nicht, dass die Osterstraße in Hameln zurzeit nicht befahrbar ist. So mussten die Männer den tonnenschweren Nachschub auf Paletten durch schwergängigen Sand rollen, um am Ende dann festzustellen, dass das so doch nicht klappt.

Auch für das Restaurant „Rattenfängerhaus“ und das Hotel „Zur Krone“ ist’s augenblicklich mehr als eng. Weil Absperrbarken aufgestellt wurden, damit kein Fußgänger in die Baugruben stürzt, müssen die Gäste zum Teil komplizierte Umwege in Kauf nehmen – oder bleiben gleich ganz weg. „Langsam wird’s Zeit“, sagt etwa Christina Hartlieb-Fricke vom historischen Rattenfängerhaus. Zeit nämlich, dass die Sanierung der Fußgängerzone ihrem Ende entgegengeht, dass Staub und Lärm der Vergangenheit angehören – ein Wunsch, den sie mit allen anderen Geschäftsinhabern in diesem Bereich teilt.

Vorwürfe an das Unternehmen, die Bauarbeiten würden sich zu lange hinziehen – die erhebt allerdings keiner der Betroffenen. Die meisten können tagein, tagaus beobachten, wie zügig hier gearbeitet wird. Und auch Stadtpressesprecher Thomas Wahmes wirbt um Verständnis: „Menschen und Maschinen bewegen sich dort auf engsten Raum. Das ist ein schwieriges Geschäft.“ Bevor jetzt der Bereich vor der Commerzbank gepflastert werden kann, müssen nach seinen Worten noch Suchschachtungen durchgeführt werden, um zu sehen, wo schon Rohre liegen. Außerdem werden Strom- und Gasleitungen für die Stadtwerke und Leerrohre für die Stadt Hameln verlegt, damit man später nicht erneut aufreißen muss. Das alles, so Wahmes, könne aber erst in Angriff genommen werden, nachdem der Bereich vor der Stadtsparkasse fertig gepflastert sei – „sonst hätte man die Osterstraße gleich komplett sperren müssen.“ Im Übrigen sind die bisherigen Arbeiten sowohl am Pferdemarkt als auch in der Osterstraße bislang „recht problemfrei“ verlaufen, auch wenn es ohne Lärm und Staub eben nicht gehe. Aber: „Die Kritiker der Anfangsphase sind verstummt.“

Nur auf Umwegen ist für Passanten zurzeit das Rattenfängerhaus am Ende der Osterstraße zu erreichen. Fotos: Dana

Parallel zu den Arbeiten in der Osterstraße wird auch in der Bäckerstraße gewerkelt, wo bereits Anfang des Jahres Leitungen verlegt worden waren. In den vergangenen Tagen ist das alte Pflaster hochgenommen, der Boden ausgekoffert worden. „Hier müssen wir die Bauzeit noch enger eingrenzen, weil es extrem schmal ist“, sagt Wahmes. Gerade in der Bäckerstraße aber zeige sich aber auch, wie schäbig das aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammende Pflaster mittlerweile sei.

Absperrgitter, die Geräte schützen und Baugruben sichern, sorgen für Enge in der Fußgängerzone.



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