weather-image
25°

Menschen im Münster, die aus dem Rahmen fallen

veröffentlicht am 26.05.2009 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Münster-Mensch

Hameln (kar). Menschen im Münster – eigentlich nichts Ungewöhnliches. Die Menschen, die ab 5. Juni für vier Wochen das Gotteshaus bevölkern, fallen allerdings gewaltig aus dem Rahmen: Es sind zwölf lebensgroße Skulpturen aus Polystyrol, einem styroporähnlichen Material. Sie bilden die aus Sachsen stammende Ausstellung „Typisches und Sakrales“, die von den Künstlerinnen Jördis Lehmann und Anna Leuthardt eigens für Kirchenräume geschaffen wurde und in Hameln erstmals auf niedersächsischem Boden zu sehen sein wird.
 Es sind ganz unterschiedliche Typen, die gezeigt werden – eigenwillig, irgendwie fremd und anders. Menschen, die man so nicht unbedingt in einer Kirche erwarten würde. Sie irritieren, provozieren vielleicht sogar. Der Handwerker, der in dreckiger Arbeitskluft betend vor dem Altar kniet. Der Farbige, der im Nadelstreifenanzug mit seinem Aktenkoffer ins Gotteshaus gekommen ist. Die Frau, die mit dem „Wachturm“ in der Hand geduldig neben einer Säule ausharrt. Das junge Mädchen, das in nabelfreiem T-Shirt und Springer-Stiefeln auf einer Kirchenbank sitzt und nur Augen für ihr Handy hat. Die leicht bekleidete Tänzerin, die am Taufbecken ihre Aufwärm-Übungen absolviert. Es sind Menschen aus verschiedenen Generationen, Nationalitäten, Kulturkreisen und Milieus. Es sind „künstliche Gäste“ in der Kirche, die den Raum und seine Wahrnehmung verändern sollen. Die Ausstellung wird am Freitag 5. Juni, um 18.15 Uhr im Münster eröffnet.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare