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Im neuen Schuljahr kein Mittagessen mehr

Mensa-Container an der Raabe-Schule kommt wieder weg

HAMELN. Nach nur 16 Monaten Einsatz wird der Mensa-Container auf dem Schulhof der Wilhelm-Raabe-Schule wieder abgebaut. Es habe sich gezeigt, dass im Schnitt nur acht Schüler täglich das Mittagsangebot nutzen – dies sei „nicht wirtschaftlich“.

veröffentlicht am 14.06.2016 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Seit Ende September 2014 steht auf dem Schulhof der Wilhelm-Raabe-Schule in der Lohstraße ein Container. Er war dort aufgestellt worden, um die Schüler mit Mittagessen zu versorgen – zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren. 2014 hatte der Mensa-Container nicht gerade einen Traumstart hingelegt: Sieben Monate lang hatte er leergestanden, ohne dass auch nur ein einziger Schüler dort zu Mittag gegessen hatte. Der Grund: Kurz, nachdem die Stadt Hameln den Container an der Schule aufgestellt hatte, stellte sich heraus, dass es keinen passenden Stromanschluss gab.

Es musste erst ein weiterer Hauptanschluss verlegt werden, bevor die Container-Mensa ihren Betrieb aufnehmen konnte. Der Leerstand kostete die Stadt damals 29 000 Euro – allein die monatliche Miete für die nicht genutzten Container betrug 4000 Euro.

Seit April 2015 ist der Mensa-Container nun in Betrieb – doch nun, nach nur 16 Monaten, wird er wieder abgebaut. Der Container sei von vornherein nur eine Interimslösung für zwei Jahre gewesen, heißt es vonseiten der Stadt. „In dieser Zeit sollte die Inanspruchnahme des Mittagsangebotes erhoben werden, um gegebenenfalls andere Lösungen alternativ zu entwickeln.“ Dabei habe sich gezeigt, dass im Durchschnitt lediglich acht Schüler täglich das Mittagsangebot an der Raabe-Schule wahrnehmen. „Mit einer derartig geringen Nutzung ist die weitere Anmietung des Mensa-Containers nicht wirtschaftlich“, heißt es aus dem Rathaus.

Was aber nicht bedeute, dass es ab sofort kein Mittagessen mehr für die Schüler gebe: „Für die Mittagsversorgung zeichnet die Schule verantwortlich“, sagt ein Stadtsprecher. „Zur Sicherstellung der Mittagsversorgung wurden der Schule Alternativ-Optionen unterbreitet, die wesentlich wirtschaftlicher sind.“ Zum Beispiel könnten die Schüler die Mensa am Schulstandort Königstraße mitnutzen – diese befindet sich nur wenige hundert Meter weiter. „Diese Option erfüllt gemäß Erlasslage die Verpflichtungen der Schulträgerin bezüglich Mittagsversorgung im Ganztag“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Stadt. Genaues stehe aber noch nicht fest.

Der Mietvertrag für den Mensa-Container läuft zum 30. September aus. Insgesamt hat das kurze Mensa-Vergnügen, das so wenige Schüler wahrgenommen haben, die Stadt 87 000 Euro allein für die Miete gekostet. Hinzu kommen die Kosten für die Verlegung des Stromanschlusses.



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