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FDP präsentiert Rechtsanwältin Anke Blume als OB-Kandidatin für Hameln

„Meine Zeit ist jetzt!“

Hameln. Die FDP hat nach den Worten ihres Vorsitzenden Klaus-Peter Wennemann zwar „großen Respekt“ vor den beiden Oberbürgermeister-Kandidaten Claudio Griese (CDU) und Ralf Wilde (SPD), stellt aber eine eigene Kandidatin für die Wahl am 25. Mai nächsten Jahres auf: Sie heißt Anke Blume, ist 50 Jahre alt und Rechtsanwältin in Hameln. „Mit diesem Vorschlag präsentieren wir eine echte Alternative zu den bisher bekannten Kandidaten. Anke Blume bringt die fachliche, politische und soziale Kompetenz mit, um unsere Stadt in einer schwierigen Zeit zu führen. Insbesondere trauen wir ihr den Balanceakt zwischen finanziellen Zwängen, sozialen Erwartungen und kulturellen Ansprüchen einer aktiven Bürgergesellschaft zu“, so Wennemann.

veröffentlicht am 21.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Nach Meinung des Vorstandes – die Mitgliederversammlung muss über diesen Vorschlag im Februar noch abstimmen – hat sich die Juristin, die in Hannover geboren wurde, aber schon seit 1996 als selbstständige Anwältin in Hameln lebt, besonders im sozialen Bereich engagiert und verfügt über ein weitverzweigtes Netzwerk. Ihr wird nach Meinung der Liberalen insbesondere zugetraut, die kritische Finanzsituation der Stadt vorurteilsfrei zu sehen. „Die vermittelnde Art unserer Kandidatin wird auch bei komplizierten Mehrheitsverhältnissen im Rat und bei möglichen Veränderungen in der Verwaltung helfen; dabei werden ihr ihre juristischen Kenntnisse, aber auch ihre Erfahrungen in der Mediation helfen“, ergänzt FDP-Fraktionschef Hans Wilhelm Güsgen.

Das Oberbürgermeisteramt sieht die 50-Jährige selbst quasi als eine Fortführung ihres bisherigen Jobs an – „heute kämpfe ich für einzelne, später für viele“, glaubt sie. Sie versteht sich als Führungspersönlichkeit und möchte sich, falls sie gewählt wird, insbesondere für die Schwachen einsetzen – für Ältere, Alleinerziehende und Frauen, zumal sie ohnehin schon in mehreren Frauenverbänden aktiv tätig ist.

Nach eigenen Worten möchte Blume eine „bürgernahe Rathauschefin sein und Hameln als lebenswerte, familienfreundliche Stadt erhalten“. Als zwingende Voraussetzung dafür sieht die Anwältin ein gutes Bildungs- und Kulturangebot und die Gewinnung attraktiver Arbeitsplätze. Bei Parteifreunden – sie ist seit langem Stellvertreterin von Wennemann – gilt Anke Blume als „realitätsnah und grundsolide“. Wennemann: „Wir trauen ihr zu, dass sie ohne Rücksicht auf Wahltaktik und persönliche Empfindlichkeiten auch harte Wahrheiten ausspricht und ohne Parteiideologie notwendige Entscheidungen trifft.“

Die Konkurrenz aus den beiden großen Parteien fürchtet die FDP übrigens nicht, wie Wennemann versichert: Die CDU habe mit „brachialen Bemerkungen“ Kritik aus den eigenen Reihen einstecken müssen. Und die SPD habe einen Kandidaten, mit dem sie sich auf den Weg in eine „Verwaltungsdemokratie“ begebe, so Wennemann mit Blick auf Griese und Wilde.

Damit beließ er es aber auch schon hinsichtlich der Kritik an den Mitbewerbern. Die FDP, so ihr Vorsitzender, sei jedenfalls stolz, ganz ohne Quote wieder eine Frau an die Spitze stellen zu können. „Andere reden nur davon, bei uns geht das über Kompetenz.“ Und die nimmt auch die Kandidatin ganz selbstbewusst für sich in Anspruch: „Meine Zeit ist jetzt!“, sagt sie. Was das Ergebnis angeht – Wennemann, passionierter Südafrika-Urlauber, glaubt jedenfalls fest an die Worte des verstorbenen Nelson Mandela („der größte Mensch aller Zeiten“). Der hatte einmal geäußert, dass sich das Rad immer drehe – „was heute unten ist, kann morgen oben sein.“ Und das gelte auch für die FDP.



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