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Maskierter und bewaffneter Räuber überfällt Spielhalle / Angestellte zweimal mit Reizgas attackiert

„Meine Augen brennen so fürchterlich“

Hameln (ube). Der mit einer schwarzen Sturmhaube mit Sehschlitzen maskierte Räuber, der am späten Mittwochabend um 22.50 Uhr die „Spielbörse Altstadt“ an der Neuen Marktstraße in Hameln betrat, sprach nur ein Wort: „Überfall!“ Der Mann war brutal – er packte die Angestellte (53), die sich ganz allein in der Spielhalle befand, am Oberarm, bedrohte sie mit einem langen Messer, zog sie in den Kassenbereich und sprühte ihr Reizgas ins Gesicht. Die Ermittler des für Raub, Erpressung und Diebstahl zuständigen 2. Fachkommissariats, die den Fall bearbeiten, gehen davon aus, dass der Täter auf diese Weise seiner Forderung nach Geld Nachdruck verleihen wollte. Das an den Augen verletzte Opfer öffnete die Kasse und packte das Geld in eine Plastiktüte, die der Verbrecher mitgebracht hatte. Bevor der Mann mit seiner Beute die Flucht ergriff, attackierte er die geschockte Holzmindenerin ein zweites Mal mit dem Gas. Die 53-Jährige wurde noch am Tatort von einem Rettungsteam versorgt. Feuerwehrleute spülten die Augen des Opfers. Die Frau stand gestern Mittag, 13 Stunden nach dem Überfall, immer noch unter dem Eindruck des Geschehens. „Meine Augen brennen immer noch so fürchterlich. Ich war schon im Krankenhaus, muss jetzt noch zum Augenarzt gehen“, sagte sie im Gespräch mit der Dewezet. „Das war ein Schreck, man kann sagen ein Schock. Das steckt man nicht so einfach weg. Aber ich bin froh, dass mir sonst weiter nichts passiert ist. Es hätte ja viel schlimmer ausgehen können.“

veröffentlicht am 17.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 03:41 Uhr

Der Tatort an der Neuen Marktstraße: Ein Gewalttäter hat die „Spielbörse“ überfallen. Foto: ube
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Die Polizei löste umgehend eine Großfahndung nach dem Gewalttäter, an der sich alle verfügbaren Kräfte beteiligten, aus – sie verlief jedoch ohne Erfolg. Deshalb bitten die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln die Dewezet-Leser um Mithilfe bei der Suche nach dem zirka 1,70 Meter großen und schlanken Mann, der Deutsch mit einem leichten südländischen Akzent spricht. Der Verbrecher war zur Tatzeit mit einer grauen Kapuzenjacke und mit einer dunklen Jacke, die im oberen Bereich ein helles – eventuell beigefarbenes – kariertes Muster hat, bekleidet. Der Mann trug ferner eine dunkle Hose und schwarze Handschuhe, vermutlich aus Leder. Unklar ist, wie viel Geld der Spielhallen-Räuber erbeutet hat. „Die Höhe der Summe kann noch nicht beziffert werden“, sagt Polizeikommissar Dirk Barnert.

Hinweise nehmen die Fahnder rund um die Uhr unter 05151/933-222 entgegen.



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