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Grüner unterstellt Stadt Umformulierung bei Theater-Prüfauftrag

Meier erntet Kritik für Kritik

Hameln. Heftige Kritik hat gestern Wolfgang Meier an der Verwaltung geübt und damit die nächste Runde im Theater um das Theater eröffnet. Der Grünen-Politiker monierte die Vorgehensweise mit dem von der Mehrheitsgruppe gestellten Prüfauftrag, für das Hamelner Theater eine andere Rechtsform zu finden (wir berichteten bereits). „Wir haben ungläubig gestaunt, zu welchen Erkenntnissen man im Rathaus gekommen ist. Unser Antrag ist erheblich umformuliert worden – mit dem Ziel einer abschreckenden Wirkung“, sagte Meier vor dem Ausschuss für Familie und Kultur.

veröffentlicht am 21.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:41 Uhr

Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Der Grüne kritisierte, dass die Verwaltung nicht – wie gefordert – Vorschläge unterbreitet habe, welche Betreibermöglichkeiten es grundsätzlich gebe, sondern auch bereits an der Umsetzung gearbeitet habe. „Nur so sind die veranschlagten 60 000 Euro Kosten zu erklären. Diese Kosten dürfen aber erst entstehen, wenn die Politik entschieden hat, diesen Schritt auch zu gehen“, erklärte Meier, der auch nicht nachvollziehen konnte, dass Hamelns Theater-Direktorin Dorothee Starke nicht in das Geschehen mit einbezogen worden sei, sondern stattdessen der ehemalige Stadtmanager Stefan Schlichte. Dieser habe Agenturen beauftragt, „die mit Kultur sonst nichts zu tun haben“, kritisierte Meier unter Verweis auf die von CDU, Grünen und Unabhängigem beantragte Akteneinsicht. „Die hat inzwischen stattgefunden und hat uns nur bestätigt“, erklärte der Grüne.

Für seine Kritik musste sich Meier Schelte von allen Seiten anhören. Hans-Wilhelm Güsgen nannte das Vorgehen des Ratsherrn „hinterhältig“, allerdings nahm der Liberale wenig später diese Formulierung zurück. „Das tiefe Misstrauen der Mehrheitsgruppe, das bereits öffentlich gemacht worden ist, hat uns sehr gestört“, sagte Ausschussvorsitzende Elke Meyer. Die Sozialdemokratin erklärte, dass der Prüfauftrag als ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung sein Ziel verfehlt habe. „Theater sind überall in Deutschland Zuschussbetriebe – egal, in welcher Rechtsform“, sagte die SPD-Politikerin und forderte die Mehrheitsgruppe auf, „deutlich zu formulieren, wo gespart werden soll“. Auch Herbert Rode (SPD) vertrat die Meinung, dass sich durch eine Änderung der Rechtsform nichts sparen ließe. „Es sei denn, Sie wollen andere Tarife für das Personal – aber dann sollten Sie das auch deutlich sagen.“

Stadträtin und Dezernentin Gaby Willamowius wies die Meier-Kritik ebenfalls scharf zurück: „Ich verstehe sie nicht und erwarte jetzt eine klare Ansage.“ Meier, der aus seiner eigenen schwarz-grün-unabhängigen Fraktion keine Unterstützung bekam, kündigte daraufhin an: „Wir rücken nicht von unserem Prüfauftrag ab.“ Allerdings solle noch einmal beraten werden.



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