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Mei war des schee

veröffentlicht am 19.10.2014 um 20:42 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Hameln.(cbo) Am Wochenende dominierten in und um die Rattenfängerhalle ganz klar bayerische Trachten. Männer wurden zu „feschen Buam“ in Krachlederner mit blau- oder rot-karierten Hemden und die Damen zu „flotten Madeln“ in farbenprächtigen Dirndln. Wer sich der inoffiziellen Kleiderordnung widersetzt hatte, der fiel ganz klar auf. So waren auch nur vereinzelt Menschen in herkömmlichen Jeans erschienen – die Blöße wollte man sich nicht geben. Zur Sache ging es an den Tischen dann mit Oktoberfestbier aus dem Maßkrug, Haxn, Leberkäs, Nürnbergern, Sauerkraut und Kartoffelbrei – natürlich ebenfalls typisch bayerisch. Und wer dachte, er hätte sich mit der Reservierung eines Tisches einen Sitzplatz auf einer Bank gesichert, der wurde recht schnell eines Besseren belehrt. Schon früh wurden die Sitzgelegenheiten zu Stehbänken umfunktioniert – die teilweise ziemlich schwankten, aber die feiernden Gäste durch den Abend trugen. Die Polonaise, die sich hin und wieder durch die Halle schlängelte, nahm auch schon mal den Weg über eine Sitzbank, was dann schon eher einer sportlichen Übung gleichkam – unter erschwerten Bedingungen, denn eines hatten alle mitgebracht: Durst auf das süffige Oktoberfestbier. Das trug dann sicherlich auch dazu bei, dass sich Banknachbarn schneller kennenlernten und sich ratzfatz zur Schunkelmusik in den Armen lagen. Nach einem Wochenende ganz im Zeichen des bayerischen Kulturimports Nummer eins können Lederhose und Dirndl nun wieder im Schrank verschwinden, bis es im nächsten Jahr wieder aus hunderten Kehlen schallt: „Oans, zwoa, drei, gsuffa!“

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