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Externe Berater sollen Struktur erarbeiten / Lippmann meldet starke Bedenken an

Mehrheit hält an Verwaltungs-Gutachten fest

Hameln (HW). Trotz aller Warnungen von Verwaltung und Opposition hat die Mehrheitsgruppe an ihrer Forderung festgehalten, ein externes Beratungsunternehmen mit der Untersuchung der Verwaltungsstrukturen im Hamelner Rathaus zu beauftragen. Dabei soll insbesondere eine kosteneffizientere Aufgabenerledigung unter Ausschöpfung aller Rationalisierungsgesichtspunkten das erklärte Ziel sein. „Wir wollen eine Untersuchung von außen, da uns die Strukturen sehr festgefahren erscheinen“, hatte Claudio Griese (CDU), Sprecher der aus Christdemokraten, Grünen und Unabhängigem bestehenden Mehrheitsgruppe, vor dem Ausschuss für Finanzen, Personal und Wirtschaft begründet. Deshalb werde die Verwaltung damit beauftragt, eine Markterkundung zu veranlassen, um herauszufinden, welches externe Unternehmen für diese Aufgabe infrage komme. „Im Rathaus sind fast 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Da können wir nicht von jedem die Aufgabe beurteilen. Das geht nur von außen“, wehrte sich Griese gegen den Vorwurf aus Reihen der Opposition, die Gruppe selbst habe angekündigt, bis Jahresende ein entsprechendes Konzept vorzulegen.

veröffentlicht am 30.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:21 Uhr

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„Was soll das bringen“, fragte Hans Wilhelm Güsgen. Doch der Liberale schickte die Antwort gleich hinterher: „Da kommen ehemalige Oberstadtdirektoren, die dann durchs Rathaus stiefeln und meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.“ Güsgen geht davon aus, dass ein solches Gutachten nicht unter 500 000 Euro zu haben sei. „Wir sollten nach Möglichkeiten suchen, gemeinsam zu gleichen Zielen zu kommen“, forderte der FDP-Politiker. „Wenn diese Summe mal reicht“, meldete auch Wilfried Binder seitens der Sozialdemokraten Bedenken an. Insbesondere, weil ein solches Gutachten viel Zeit in Anspruch nähme. „Und was, wenn herauskommt, dass mehr Stellen erforderlich sind, als jetzt vorhanden“, fragte Binder in Richtung Mehrheitsgruppe, ohne jedoch eine Antwort zu bekommen. Die gab dafür die Oberbürgermeisterin. „Niemand ist so schlecht besetzt wie wir“, sagte Susanne Lippmann. Die Verwaltungschefin in Richtung Griese: „Was streben Sie eigentlich an? Diese Frage ist bis heute unbeantwortet.“ Auch betonte Lippmann, dass die Vergabe eines solchen Gutachtens europaweit ausgeschrieben werden müsse: „Und dann kommen 25 Jahre alte Studenten, die mit der Untersuchung betraut werden. Ich setze keinen Cent darauf, dass über Beratung etwas passieren wird, denn im Rathaus ist nichts mehr wie vor zehn Jahren. Verwaltung hat sich weiterentwickelt“, betonte Lippmann. Auch Wolfgang Pranke, Fachbereichsleiter Steuerung und innere Dienste, warnte die Gruppe: „Bei einer Untersuchung machen diese Studenten Interviews am Arbeitsplatz – eine zusätzliche Belastung der Mitarbeiter.“

Während Fritz Rieger (Bürgerliste) für die Gruppe Partei ergriff und vorrechnete, dass sich eine Investition von 500 000 Euro rechne, „wenn hinterher eine Million gespart wird“, warnte Werner Sattler (SPD) vor Chaos im Rathaus und sprach von einer „unzumutbaren und unverantwortlichen Forderung der Gruppe“.



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