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Tündernsee GmbH hofft auf Verdoppelung der Fläche in diesem Sommer

Mehr Wasser in Sicht

HAMELN. Für Wassersport hätte der Sommer 2018 nicht besser sein können - was den Tündernsee-Abschnitt, der zur Nutzung freigegeben ist, zum attraktiven Ziel gemacht hat. Wie soll es dort in diesem Jahr weitergehen? Wir haben mit den Vereinen und Verantwortlichen gesprochen.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 19:51 Uhr

Segler und Taucher haben den ersten freigegebenen Abschnitt des Tündernsees im vergangenen Sommer schon gut genutzt. Foto: Heike Steuber-Weißensteiner
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Die erste Saison liegt hinter ihnen, die zweite steht bevor: Die drei Vereine, die 2018 die erste offiziell freigegebene Wasserfläche eine Tündernsee-Abschnittes nutzen konnten, ziehen eine unterschiedliche Bilanz – und können sich, wenn alles gut läuft, auf mehr Wasser freuen. Zu den jetzt nutzbaren drei Hektar Wasserfläche sollen schon in diesem Sommer drei weitere Hektar hinzukommen, kündigt Karl-Friedrich Meyer von der Tündernsee-GmbH an. Die Verhandlungen darüber laufen demnach.

Vor allem den Seglern des Segelclubs Hameln käme mehr Wasser vorm Bug sehr gelegen. Aktuell ist die Fläche für ihren Sport noch recht klein, wie die Vereinsvorsitzende Heike Steuber-Weißensteiner schildert. „Nichts für Anfänger“, sagt sie und beschreibt die Verhältnisse: Aufgrund der Böschungen samt Pflanzen sei Wind da, dann gibt es Windlöcher und schon sei das Ufer wieder direkt vorm Boot. Dagegen „gut für Anfänger“ ist offenbar die Wasserqualität. Die sei in Tündern deutlich besser als am Noch-Hauptquartier des Vereins, dem Schiedersee, wo Blaualgen den Seglern das Leben schwer machten. Hier, in Tündern, ließen sich gut Kenterübungen machen, und die Kinder seien begeistert gewesen, dass sie hier im umgedrehten Fall bis zur Mastspitze gucken könnten, weil das Wasser so klar ist. „Vier bis fünf Meter tief“ könne man hier sehen. Allerdings nicht immer, sondern in Abhängigkeit von den Kies-Abbau-Aktivitäten in der Nachbarschaft.

Das führt laut Karl-Friedrich Meyer auch dazu, dass „die Taucher das im Moment noch nicht so gut nutzen können“, weil die Sicht doch noch manchmal trüb sei. „Für die Taucher sind die Seen interessant, wo sich alles abgesetzt hat.“

Für den Trendsport Stand-up-Paddling sind die Bedingungen in Tündern super. Foto: Heike Steuber-Weißensteiner

Die Bedingungen, um die Boote ins Wasser zu lassen, beziehungsweise nach dem Törn wieder herauszuziehen, haben nach laut Heike Steuber-Weißensteiners Schilderungen auch noch Potenzial. „Wir haben letztes Jahr einmal zu viert über eine Stunde gebraucht, um das Boot rauszukriegen“, weil am Ende der Slip-Anlage matschiger Untergrund ist.

Zufrieden sowohl mit dem See als auch mit dem heißen Sommer waren die Mitglieder der Wassersportabteilung des TSV Schwalbe-Tündern, die sich mit SUPs, also Stand-up-Paddlingboards aufs Wasser begeben haben. „Wir haben’s leichter“ als die anderen zwei Vereine, sagt der zweite Vorsitzende des Vereins und bisherige Abteilungsleiter Carsten Busse. Ihnen mangelt es an etwas anderem: „Wir suchen noch einen Übungsleiter für die SUPs.“ Er sei aber guter Dinge, dass sich einer für die kommende Saison findet.

Neben den drei Vereinen, die das Projekt Tündernsee GmbH seit Jahren unterstützen und selbst auch Gesellschafter sind, hätten inzwischen auch andere Vereine ihr Interesse bekundet, den See zu nutzen, erzählt Karl-Friedrich Meyer. Der Abschluss eines Pachtvertrages stehe kurz bevor. Eine Pacht, wenngleich in der Größenordnung eher symbolischer Natur, müssen jetzt auch die drei Gesellschafter-Vereine zahlen. Im ersten Jahr – und in den Jahren davor – haben sie sich mit viel Eigenleistung eingebracht, jetzt wird ein kleiner Betrag fällig. „Unsere Gesellschafter wollen ja auch sehen, dass es vorangeht“, sagt Meyer über die weiteren Gesellschafter – zum Beispiel Grundstückseigentümer – die sich von der GmbH, die irgendwann einmal einen großen Tündernsee betreiben soll, eine Amortisierung der Investitionen erhoffen.

Wie intensiv die Fläche in einigen Monaten genutzt wird, hängt vor allem von der Qualität des Sommers ab. Im vergangenen Jahr habe er an einigen Tagen „500 Menschen gezählt“ – darunter viele, die in den anderen noch nicht frei gegebenen Teichen gebadet haben. Die Badeerlaubnis wird aber weiterhin auf sich warten lassen, so lange der Kiesabbau nicht abgeschlossen ist.



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