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Stadt und Landkreis wollen abwarten

Mehr Urlaub für die Jungen – und nun?

Hameln (bha). Als „Schock“ bezeichnet Bernd Wilkening vom Kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) das gestern gefällte Urteil des Bundesarbeitsgerichts. Danach haben im öffentlichen Dienst auch Arbeitnehmer, die jünger sind als 40 Jahre Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr und nicht nur 26 oder 29 je nach Alter (Az: 9 AZR 529/10).

veröffentlicht am 22.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 18:21 Uhr

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„Es fallen jede Menge Arbeitstage weg“, sagt KAV-Geschäftsführer Wilkening und rechnet mit hohen wirtschaftlichen Verlusten für die Mitgliedskommunen des Verbandes, die in Niedersachsen 200 000 Beschäftigte zählen. Wie viele in Hameln unter diese neue Regelung fallen und welche Auswirkungen das Urteil nach sich ziehen wird, vermag im Rathaus noch keiner zu beurteilen. „Wir wussten nicht, dass so ein Verfahren überhaupt anhängig ist“, sagt Sprecher Thomas Wahmes. Jetzt würden Informationen abgewartet, die Aufschluss über die Handhabung des Urteils geben. So ist offenbar noch nicht geklärt, ob auch Auszubildende unter die neue Regelung fallen. Auch Wilkening hat darauf noch keine Antwort. Über die Stadt Hameln sagt Wahmes: „Wir wissen, dass wir ein hohes Durchschnittsalter haben.“ Heißt: Vielleicht ist Hameln mit seinen 890 Mitarbeitern bei der Stadt dadurch weniger stark betroffen. Anders der Landkreis Hameln-Pyrmont: „Das wird sich schon bemerkbar machen“, sagt Sprecherin Sandra Lummitsch. Rund 140 der etwa 550 Mitarbeiter seien jünger als 40 und hätten, wenn das Urteil rechtskräftig wird, einen Anspruch auf mehr Urlaub.

Für Niedersachsen rechnet der KAV mit einem Wegfall von 160 000 Arbeitstagen und einem finanziellen Schaden in Höhe von 25 Millionen Euro.



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