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Mehr Sicherheit durch Zebrastreifen?

veröffentlicht am 07.12.2009 um 14:22 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Wie sicher muss ein Schulweg sein? Und was kann die Stadt tun, um die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen? Diese Fragen erhitzen derzeit die Gemüter – vor allem die der besorgten Eltern.

Nachdem zwei Mädchen in Tündern von einem Auto erfasst wurden, werden Rufe nach einem Zebrastreifen laut. Hätte ein Zebrastreifen, wie er im Ort gefordert wird, den Unfall verhindern können?
 Nein, meint Stadtsprecher Thomas Wahmes. Denn Schuld an dem Zusammenstoß sei nicht die Autofahrerin gewesen, die „unterhalb der zulässigen Geschwindigkeit“ gefahren sei. Für diese Aussage spreche, dass die Kinder nicht frontal, sondern seitlich vom Auto erfasst worden – ein Hinweis darauf, dass sie „durch Unachtsamkeit gegen das Auto gelaufen“ seien. „Dieser Unfall ist nicht geeignet, die Forderung nach einem Zebrastreifen zu erfüllen“, sagt Wahmes.
 Anderer Meinung ist Sven Kuriel, Vater einer vierjährigen Tochter, die er mehrmals wöchentlich auf dem Weg zum Kindergarten begleitet. „Die bunten Barken haben auf das Verhalten der Autofahrer keinerlei Auswirkungen“, sagt Kuriel, dessen Blick als Polizeikommissar in Ronnenberg auf Verkehrsbeobachtungen geschult ist. Für die Kinder könne die Installation hingegen „fatale Auswirkungen“ haben. „Ihnen wird suggeriert, dass hier eine sichere Stelle ist, um die Straße zu überqueren.“

Auch in Wehrbergen sind die Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt. Denn seit Eröffnung der Umgehungsstraße ist die Ampel im Ort ausgeschaltet. „Wenn die Kinder morgens zu den Bussen müssen, ist einiges an Verkehr auf der Straße“, sagt Ortsbürgermeisterin Christine Diercks. Weshalb auch der Ortsrat einen Zebrastreifen als Ausgleich für die abgestellte Ampel gefordert hat. Eine Verkehrszählung soll laut Thomas Wahmes zeigen, „ob es sich nur um eine gefühlte Verkehrsbelastung handelt oder ob die Zahlen die Aussage des Ortsrates untermauern“.



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