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Zirkusse mit Wildtieren sollen nicht mehr auf städtischen Flächen auftreten dürfen

Mehr Moral in der Manege

Hameln. Löwen, Tiger, Elefanten und Affen ade: Auftritte von Zirkussen mit Wildtieren sollen es im Hamelner Stadtgebiet künftig nicht mehr geben. Der Ausschuss für Recht und Sicherheit verständigte sich am Donnerstagabend einstimmig auf ein entsprechendes Verbot.

veröffentlicht am 30.04.2016 um 10:16 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:40 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Er unterstützte damit einen Antrag der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe.

Dieter Schur, Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit, hob hervor, dass im Stadtgebiet an zwei Stellen die Möglichkeit für Auftritte von Zirkussen bestünden: am Tönebönplatz sowie im Bürgergarten. Für private Flächen wie zum Beispiel das Gelände des Schützenvereins von 1862 an der Klütstraße könne die Stadt jedoch keine Verbote aussprechen, wie auch Gerhard Paschwitz (CDU) klarstellte. „Das ist Privatgelände, da können wir wenig machen.“ Ingrid Merten (SPD) regte an, die Ortsbürgermeister auf die mögliche Neuregelung hinzuweisen. Die Verwaltung nahm den Vorschlag dankend auf.

Außerdem wies Schur darauf hin, dass es theoretisch zu Klagen kommen könnte. Aber Lars Reineke (Linke) meinte: „Wenn jemand klagen will, dann soll er es machen.“ Andreas Seidel erklärte, dass nur selten Zirkusbetriebe mit Tieren nach Hameln kommen würden. „Wir lassen uns dann das Programm ausweisen, aber nur für städtische Flächen. Wenn ein Zirkus auf einem privaten Grundstück sein Zelt aufstellt, telefonieren wir mit der Veterinäraufsicht. Es gibt aber keine Hinweispflicht seitens der Eigentümer. Wir erfahren es aus der Zeitung oder von Plakaten“, sagte der Leiter der Abteilung Ordnung und Straßenverkehr.

Konkret sieht der Plan für mehr Moral in der Manege vor, dass städtische Flächen nur noch Zirkussen und ähnlichen Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden, die keine Wildtiere als Attraktionen im Programm haben. Hierunter fallen Affen, antilopenartige Tiere, Amphibien, Bären, Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Greifvögel, Kängurus, Krokodile, Nashörner, Tiger, Löwen, Leoparden, Reptilien, Robben, Stachelschweine, Strauße und Zebras. Bei der Bewertung stütze sich die Verwaltung auf eine Liste des Ministeriums für Verbraucherschutz, sagte Seidel.

Die endgültige Entscheidung über ein Verbot von Zirkussen mit Wildtieren auf städtischen Flächen fällt am 15. Juni in der letzten Sitzung des Stadtrats vor der Sommerpause.



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