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Arbeitslosigkeit sinkt

Mehr Menschen unterbeschäftigt

HAMELN. „Der Arbeitsmarkt im Weserbergland hat sich 2016 in einer guten Verfassung gezeigt: Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist erneut gesunken, die Beschäftigung weiter gestiegen und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch.

veröffentlicht am 29.01.2017 um 15:47 Uhr

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Zum Gesamtbild gehört auch, dass viele Geflüchtete auf Arbeitsagenturen und Jobcenter zugekommen sind, die jetzt noch in Maßnahmen Deutsch lernen und sich beruflich orientieren“, kommentiert zusammenfassend Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln die Entwicklung des Arbeitsmarktes des vergangenen Jahres.

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln 13 057 Menschen arbeitslos gemeldet, 445 Menschen weniger als im Vorjahr (-3,3 Prozent).

Personen, die an einer Maßnahme der Arbeitsförderung teilnehmen oder einen Sonderstatus aufweisen, werden bei den registrierten Arbeitslosen nicht mitgezählt, aber mit der Unterbeschäftigung dargestellt. Die Unterbeschäftigung belief sich 2016 durchschnittlich auf 17 046 Personen – 36 mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg erklärt sich dadurch, dass mehr Arbeitslose an Maßnahmen zur Aktivierung und Eingliederung teilgenommen haben, hierunter insbesondere geflüchtete Menschen. Ohne diesen Effekt wäre die Zahl der Arbeitslosen angestiegen.

Von den 13 057 arbeitslos gemeldeten Personen wurden jahresdurchschnittlich 3988 (31 Prozent) im Rechtskreis SGB III von einer Geschäftsstelle der Arbeitsagentur Hameln betreut (2015: 3990).

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sank die Arbeitslosigkeit nicht – trotz günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen –, weil sich nach Orientierungsphase im Verlauf des Jahres 2016 verstärkt Flüchtlinge arbeitslos meldeten, deren Anerkennungsverfahren noch nicht abgeschlossen war. Im Vorjahr waren im Rechtskreis SGB II durchschnittlich 9069 Personen (69 Prozent aller Arbeitslosen) arbeitslos gemeldet, 444 weniger als im Vorjahr (-4,7%). Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen – ihre Zahl sank auf 4464, also 245 weniger als im Jahresschnitt 2015 (-5,2%).

Allerdings ist die gesamte Anzahl der von den Jobcentern betreuten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem SGB II rund dreimal so hoch. Grund dafür ist, dass viele der erwerbsfähigen Grundsicherungsempfänger erwerbstätig sind und Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in Schule oder Ausbildung befinden und daher nicht arbeitslos sind.

Im Juni 2016 waren 114 961 Arbeitnehmer mit Arbeitsort im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 1152 mehr als ein Jahr davor (+1,0%). Die anhaltend gute Konjunktur und der Wandel der Wirtschaftsstruktur hin zu personalintensiven Dienstleistungsbereichen führten zu einem stabilen Aufwärtstrend bei der Beschäftigung.

Insgesamt 10 573 offene Arbeitsstellen wurden im Jahr 2016 gemeldet, was dem guten Niveau des Vorjahres 2015 entsprach. Die Suche von Arbeitgebern nach Ersatzkräften für in Ruhestand gehende Arbeitnehmer gestaltet sich zunehmend schwieriger. Suchprozesse dauerten länger, weil Nachfrage und Angebot in Hinblick auf Berufe und Qualifikationen nicht zusammen passten. Gesucht wurden 2016 vor allem für den Produktionsbereich qualifizierte Maschinen-, Energie- und Elektroberufe und Arbeitskräfte der Lebensmittelverarbeitung. Aber auch in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Erziehung, Verkauf, Verkehr und Hotel- und Gaststätten sowie aus nahezu allen Handwerksbereichen wurden Arbeitskräfte nachgefragt. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt führte auch zu geringeren Ausgaben: Durch Rückgang der Arbeitslosenzahlen waren die Ausgaben der Arbeitsagentur Hameln für Arbeitslosengeld I mit rund 37 Millionen Euro um 2 Millionen Euro geringer als im Jahr 2015.

„Für 2017 bleiben die Herausforderungen die gleichen wie im vergangenen Jahr. Ob die Arbeitslosenzahlen weiter sinken, hängt auch davon ab, inwieweit es gelingt, offene Stellen zu besetzen und Flüchtlinge zu integrieren“, so Rose, zu den Perspektiven am Arbeitsmarkt.red



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