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Jugendzentrum legt selbst ermittelte Zahlen vor / Wer drei Mal kommt, wird auch drei Mal gezählt

Mehr Besucher im Regenbogen

Hameln. „Die Leute sind oft erstaunt, wenn sie herkommen und sehen, was wir alles anbieten“, sagt Patrick Viktor. Der Diplom Pädagoge und Koordinator für Kinder- und Jugendarbeit hat sein Büro im Jugendzentrum Regenbogen und bekommt tagtäglich mit, welch Trubel im in den Räumlichkeiten an der Erichstraße herrscht.

veröffentlicht am 17.02.2016 um 17:47 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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„Das Haus ist die ganze Woche über belegt“, sagt Viktor und verweist auf eine Art Stundenplan, der an der Wand befestigt ist und aufführt, welche Räumlichkeiten zu welchen Zeiten belegt sind. Mit der Auslastung sei er vollkommen zufrieden. „Klar gibt es ab und an mal Lücken. Aber das ist nun mal das Konzept des Offenen Hauses“, erklärt Viktor. Der Regenbogen hat dienstags bis freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet – für jeden zwischen 13 und 26 Jahren. „Kinder und Jugendliche können ohne Anmeldung kommen. Jeder kann kommen und gehen, wann er will“, erklärt Viktor.

Über die Anzahl der Besucher führen die pädagogischen Mitarbeiter genau Buch. „Die Kollegen gehen während des Offenen Hauses rum, schreiben die Namen der Jugendlichen auf und übertragen alles am Abend in ein Buch“, so Viktor. Nach und nach könne man so die Besucherzahl ermitteln. 2015 zählten die Mitarbeiter insgesamt 16 921 Besucher im Jugendzentrum Regenbogen, das eine städtische Einrichtung ist. 4203 davon waren Einzelgäste, 12 718 Gäste gehörten zu den Gruppen, die sich regelmäßig im Regenbogen treffen, oder waren Besucher einer Veranstaltung. „Eines muss ich zu den Zahlen allerdings erklären“, sagt Viktor. „Besucher, die drei Mal in der Woche kommen, werden auch drei Mal gezählt. Anders geht es einfach nicht“, so Viktor. Und: „Das sind tolle Zahlen. Es geht aufwärts. Das merken wir allerdings auch bei der Arbeit. Denn wir stoßen so langsam an unsere Kapazitätsgrenzen“, so Viktor. Zum Vergleich: 2014 kamen insgesamt 14 675 Besucher in den Regenbogen. Davon waren 2543 Einzelgäste, 12 132 gehörten zu Gruppen.

Viktor, der für die komplette regionale Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist, kennt auch die Besucherzahlen der anderen Jugendtreffs. In Hameln gibt es neben dem Regenbogen noch den Treff „Blue 5“ in der Nordstadt, einen Treff in Hilligsfeld, Afferde und der Südstadt und das Jugendkiosk „7B“. Im Schnitt werden die Treffpunkte pro Tag von 8,6 Gästen aufgesucht. Geöffnet sind die Räumlichkeiten im Schnitt 57 Stunden in der Woche. Die von Jugendlichen selbst verwalteten und von den Ortsräten beaufsichtigten Jugendräume in Klein Berkel, Halvestorf und Haverbeck, sind hier nicht eingerechnet.

Auch über die Besuche im Kinderspielhaus an der Alten Marktstraße wird genau Buch geführt. In 2015 wurde es von 4114 Kindern besucht, 725 kamen zu Veranstaltungen wie dem Laternebasteln oder dem Zeugnisbuffet und 994 Kinder nutzten zusätzliche Sportangebote wie Fußball und Schwimmen. Insgesamt wurde das Kinderspielhaus in 2015 demzufolge von 5833 Kindern besucht. Viktor weist jedoch darauf hin, dass diese Zahlen ohne die Ferienbetreuung, die Feriencard und das wöchentliche Angebot in der Linsingen Kaserne errechnet wurden. Es sei also noch mit einer weiteren Reichweite zu rechnen.

Ohnehin stelle die Kinder- und Jugendarbeit und insbesondere der Regenbogen viele Angebote für Flüchtlinge auf die Beine. Viktor erklärt, dass er sich von Anfang an für die Neuankömmlinge eingesetzt habe. „Im Schnitt haben wir hier im Regenbogen etwa 25 Flüchtlinge pro Tag zu Gast“, sagt Viktor. Etwa 15 davon seien mittlerweile richtige Stammgäste geworden und würden nahezu jeden Tag kommen. „Sie spielen Billard, kickern, trinken Tee und unterhalten sich“, erklärt Viktor.

Negative Erfahrungen habe man bisher nicht gemacht. „Im Gegenteil. Die Flüchtlinge suchen Kontakt zu den Mitarbeitern, sind zuvorkommen und freundlich“, so Viktor. Manche Flüchtlinge würden sich im Bistro mit Freunden und Familien treffen, da sie in der Kaserne keinen Besuch empfangen dürfen. Der Flyer des Regenbogens soll daher auch bald in verschiedene Sprachen übersetzt werden.



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